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Full text: Jahresbericht 1981

Meereskunde 
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nommen. Auf 2287 sm wurden 67 geophysikalische Profile mit Magnetik, 
Gravimetrie und teilweise Flachseismik gefahren. An 23 Stationen wurden 
Bodenproben entnommen. Aktiv beteiligt waren geowissenschaftliche Insti 
tute in Oslo, Göteborg und Kiel. 
In einem Teilbereich des Skagerrak wurde dabei eine systematische Unter 
suchung des erdmagnetischen Feldes durchgeführt. Eingesetzt wurden ein 
Protonenmagnetometer mit zwei Sensoren am Schwimmkabel, ein Zweikompo- 
nenten-Fluxgatemagnetometer, zwei Gravimeter auf einem Kreiseltisch im 
Container, die digitale Datenerfassung zur Registrierung der Fahrtdaten 
und des Echolotes simultan mit den Meßdaten, ein Airgun-Kompressor und 
Sparker mit der Aufnahmeapparatur für die Flachseismik, und ein Satelli 
ten- und Omega-Navigationsgerät zur Kontrolle und Ergänzung der Decca- 
Navigation. 
Das Protonengradiometer liefert die Totalintensität des erdmagnetischen 
Feldes für die Kartierung. Bei magnetischen Stürmen lassen sich die 
Zeitvariationen bei dieser Systemkonfiguration weitgehend ausschalten 
(vgl. Abb.10). Groß- und kleinräumige Störungen des erdmagnetischen Fel 
des und der magnetischen Mißweisung wurden kartiert, dabei konnten auch 
Störungen des Magnetkompasses durch die Starkstromkabel zwischen Norwe 
gen und Dänemark (ca. 4,6° Mißweisung bei 100 m Wassertiefe) sicher er 
faßt werden. Die stärksten, meist kleinräumigen natürlichen Störungen 
befinden sich vor den schwedischen und norwegischen Küsten und im Kat 
tegat. Positive Störungen größeren Ausmaßes findet man im Oslofjord. Der 
zentrale Teil des Skagerraks wird durch eine negative Anomalie über 
deckt. 
2.2.3 Stoffliche Umweltfragen 
2.2.3.1 Chemie des Meerwassers 
Überwachung des Sauerstoff- und Nährstoffgehalts in der Deutschen Bucht 
und westlichen Ostsee: 
Während einer Uberwachungsfahrt mit dem Forschungsschiff "Gauß" wurden 
im August/September der Gehalt des Meerwassers an Nährstoffen (Phosphat, 
Nitrat, Nitrit, Ammonium u. a.) und Sauerstoff, der pH-Wert sowie Salz 
gehalt und Temperatur bestinant. 
Die Messungen zeigten im gesamten Überwachungsgebiet (Kieler Bucht und 
angrenzende Förden, Fehmarnbelt, Lübecker Bucht, Arkonabecken und Born 
holmtief) ungünstigere Verhältnisse als im Vorjahr. In vielen Bereichen, 
insbesondere in den Förden und in einem Teil der Lübecker Bucht, war der 
Sauerstoff in bodennahen Wasserschichten völlig aufgezehrt, und es hatte 
sich der für alles marine Leben giftige Schwefelwasserstoff gebildet. 
In der Deutschen Bucht war die Sauerstoffverarmung weitaus geringer. In 
Gebieten mit größerer Wassertiefe, wo sich in den Sommermonaten eine 
Temperatursprungschicht ausgebildet hatte, nahm der SauerStoffgehalt in
	        
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