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Volltext : Jahresbericht 1981

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36.  Jahresber.  Dt.  Hydrogr.  Inst.  1981

Fernerkundung:
Wie  auch  bisher  wurden  die  Koordinierungsaufgaben  für  ozeanographische
Fragen  bei  der  Fernerkundung  wahrgenommen.  Das  DHI  war  an  der  Planung
und  Durchführung  des  "North  Sea  Oil  and  Slick  Experiments"  beteiligt,
das,  von  der  europäischen  Raumfahrtorganisation  und  der  EG  organisiert
und  finanziert,  im  Juli  an  der  Nordseeplattform  stattfand.  Zur  Vermessung ­
  der  Wasserflächen  wurde  ein  hochauflösendes  abbildendes  Radarsystem ­
  eingesetzt.

2.2.2.3  Erdmagnetischer  Dienst
Erdmagnetisches  Observatorium  Wingst:
1981  endete  eine  zweijährige  Übergangs-  und  Vergleichsphase  zwischen  dem
alten  photographischen  und  dem  neuen  digitalen  Registriersystem  für  erdmagnetische ­
  Variationen.  Es  zeigte  sich,  daß  es  weiterhin  notwendig  sein
wird,  die  Basen  des  digitalen  Systems  häufiger  zu  messen  als  die  des
photographischen  Systems:  Während  zur  Bestimmung  der  Basen  des  klassischen ­
  Systems  etwa  wöchentliche  Messungen  ausreichten,  sind  für  das  digitale ­
  System  zwei  Messungen  pro  Woche  erforderlich.
Die  Horizontal-  und  die  Vertikalkomponente  und  die  Totalintensität  wurden ­
  mit  dem  Protonen-Komponenten-Magnetometer  (PKM)  bestimmt,  die  Deklination ­
  mit  dem  Stationstheodoliten,  Zusatzmessungen  der  Deklination
ebenfalls  mit  dem  PKM.  Die  Basen  der  Vertikalkomponente  wurden  laufend
mit  zwei  Z-Waagen  kontrolliert.
Ein  von  der  Versuchswerkstatt  gebauter  Sondentheodolit  wurde  geprüft  und
für  Pfeilerdifferenz-Messungen  in  Wingst  eingesetzt.  Aus  den  Ergebnissen
dieser  Messungen  konnten  Rückschlüsse  auf  die  Stabilität  der  Bezugsniveaus ­
  abgeleitet  werden.  Das  Instrument  mißt  die  Deklination  und  die  Inklination ­
  absolut  und  kann  für  Stations-  und  für  Feldmessungen  eingesetzt ­
  werden.
Unter  Federführung  des  Observatoriums  wurde  der  Momentanwert-Vergleich
mit  22  europäischen  Observatorien  fortgesetzt.  Die  zentrale  Auswertung
erfolgte  im  DHI;  die  beteiligten  Stationen  erhielten  die  Monatsmittel
der  Differenzen  und  eine  Übersicht  der  von  den  SäkularVariationen  befreiten ­
  maximalen  Schwankungen  dieser  Monatsmittel.  Zusätzlich  wurde
eine  Zusammenfassung  und  Interpretation  der  Ergebnisse  der  vergangenen
VergleichsJahre  vorgelegt.
Erschienen  ist  das  Jahrbuch  Nr.  25  des  Jahres  1979.  Die  Vorarbeiten  für
das  Jahrbuch  Nr.  26  des  Jahres  1980  wurden  weitgehend  abgeschlossen.  Die
Variationen  von  1981  liegen  als  Minutenwerte  auf  Magnetband  gespeichert
vor.  Vorhandene  Programme,  die  dieser  Aufgabe  dienen,  wurden  mit  Unterstützung ­
  des  Rechenzentrums  vom  alten  Rechner  auf  den  neuen  übertragen
und  neue  Programmteile  hinzugefügt.
Wie  in  den  Vorjahren  wurde  monatlich  ein  Bericht  über  die  magnetische
            
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