Technische Schiffssicherheit
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Weise fortgesetzt. Einmal wöchentlich wurden die Zeitsignale von
19 fremden Sendern und fünfmal wöchentlich die eigenen und die
nicht koordinierten Signale des Senders BPV (Shanghai) regi
striert .
Die vierteljährlich erscheinenden Berichtshefte "Zeit- und Brei
tendienst" wurden an etwa 120 Institutionen des In- und Aus
lands, meist im Austausch gegen deren Publikationen versandt.
Das DHI verbreitete im bisherigen Umfang Zeitsignale nach UTC
und den Zeitkode DUT 1 = UT 1 - UTC auf Seefunkfrequenzen im
Kurz- und Grenzwellenbereich über Sender in Elmshorn, Osterloog
und Kiel. Die Uhrenanlage eines Hamburger Herstellers von
Schiffschronometern wurde gesteuert.
Die Zeitsignale des DHI werden in Signalgeberanlagen im Haupt-
dienstgebäude in Hamburg erzeugt und über LeitungsVerbindungen
zu den Sendern übertragen. Um die Kosten für die Leitungsüber
tragung zu sparen, Störungen zu vermindern und vom Einfluß
schwankender Laufzeiten freizukommen, werden zwei autonome An
lagen zur Erzeugung von Zeitsignalen entwickelt, die bei Nord
deich Radio und Kiel Radio aufgestellt werden sollen. Die Fre
quenz der Steueruhren dieser Anlagen wird durch die Trägerwelle
von Normalfrequenzsendern automatisch geregelt, die Uhranzeige
durch PräzisIonszeitvergleiche mit dem "Fernsehverfahren" vom
DHI aus überwacht.
Die Einführung der Sommerzeit hatte keinen nennenswerten Einfluß
auf den Betriebsablauf im Zeitdienst, es wurden hierzu jedoch
zahlreiche Auskünfte erteilt.
2.3.2.4 Statistiken
Die Seeschiffsbestandsdatei und die Datei über die Ausrüstung
der Schiffe mit Ortungsfunk- und nautischen Anlagen und Geräten
wurden ergänzt. Die EDV-Ausdrucke für Statistiken - auch als un
mittelbare Druckunterlage für die "Amtliche Liste der Seeschiffe
der Bundesrepublik Deutschland" - wurden zusammengestellt und
überwacht. Die Datenverarbeitung wird auf on-line-Betrieb umge
stellt.
Die Statistiken über
- Crosstrade
- ausländische Zeitcharter und
- Seegüterumschlag
wurden bearbeitet. Auf Anforderung des BMV wurde dev Seegüter
umschlag in zwei weiteren Seehäfen, insgesamt damit in 12 See
häfen ermittelt.
Die der Bundesrepublik Deutschland von der Internationalen Fern
meldeunion (ITU) zugeteilten Rufzeichen (UnterscheidungsSignale )
wurden an die Seeschiffsregister und die in Betracht kommenden
Behörden verteilt.