Technische Schiffssieharheit
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den UKW-Seefunkbereieh ausgerüstet» Gm den Einbau solcher
pflichtmäßig nicht vorgeschriebenen Anlagen zu ermöglichen und
für sie einen geeigneten Antennenplatz zu finden, waren Genehmi
gungen zur Versetzung der vorgeschriebenen Peilfunkanlagen erfor-
derlich.
Durch die Auswertung der UKW-Peilwerte wird die Identifizierung
der auf ÜKW-Seefunkfrequen'zen sendenden Schiffe auf dem Radar
bildschirm erleichtert und damit die Verkehrssicherheit erhöht.
Die Untersuchung zum optimalen gemeinsamen Einbau von UKW-Peil-
antennen und Peilrahmen für 2182 kHz wurde fortgesetzt.
Zwischen der Zielfahrtfähigkeit eines Schiffes auf der Sprech
funkno tfrequenz 2182 kHz und der Peilfähigkeit auf den UKW-
Sprechfunkfrequenzen besteht eine Abhängigkeit, da beide Anten
nen an der höchsten symmetrischen Stelle des Mastes und frei von
Rückstrahlern montiert werden müssen. Hierfür sind weitere Unter
suchungen erforderlich.
Zur besseren Radarerkennbarkeit von Rettungsflößen im Seenotfall
wurden von der Industrie radarreflektierende Folien und speziel
le Radarreflektoren entwickelt. Die Untersuchungen des DHI bewie
sen eine wesentliche Verbesserung der Erkennbarkeit dieser Ret
tungsflöße gegenüber herkömmlich ausgerüsteten Flößen.
2.3,2.2 Hyperbelnavigation* Integrierte Navigation
Für annähernd 100 verschiedene Prüfplätze wie Häfen, Schleusen
und Werften mußten Becca-Koordinatennetze berechnet und zusammen
mit den entsprechenden Merkatornetzen gezeichnet werden. Die er
gänzenden, den Realitätsbezug her stellenden Decca-Fehlermessun-
gen wurden hinsichtlich der Meßeinrichtungen und der erforderli
chen Steuer- und Auswerteprogramme vorbereitet.
Der ständig steigende Anteil von rechnergestützten Navigations
anlagen erfordert die Entwicklung und Beschaffung geeigneter Me
thoden und Einrichtungen für die Prüfung der Rechenprogramtne.
Es wurde daher ein Prozeßrechnersystem entworfen, das einerseits
die Meßwerte eines Satellitennavigationsempfängers vorbereitet!
und die Anlage steuern kann, andererseits der Software-Simula
tion mit verschiedenen angeschlossenen Funknavigationsanlagen
dienen soll.
An den Prüfungs- und Zulassungsbedxngungen für Hyperbelnaviga
tionsanlagen wurde weiter gearbeitet. Wegen des großen techni
schen Fortschrittes dieser Anlagen ist ein neuer Entwurf erfor
derlich.
Als Hilfsorgane des BHT für die Prüfung von nautischen Anlagen,
Geräten und Instrumenten wurden insgesamt 24 Einzelpersonen und
Unternehmen jeweils für einzelne Geräte beauftragt. Für die
Überprüfung von nautischen Anlagen, Geräten und Instrumenten wur
den 42 Betriebe anerkannt.
Die Tätigkeit der vom DHI Beauftragten Wurde überwacht.