52
35. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1980
liehen Fehlermöglichkeiten ist der Aufwand pro Datentyp oder Mes
sung sehr verschieden. Immer wieder muß die vorhandene Software
für die Fehlerbearbeitung angepaßt oder auf neue, bislang unbe
kannte 'Fehlertypen umgebaut werden. So können jedoch den Daten
nutzern sehr umfangreiche und komfortable Programmsysteme ange-
boten werden, die eine umfassende und zügige Auswertung der Daten
ermöglichen.
Durch die Ende 1980 erfolgte Umstellung auf die neue Rechenanla
ge mußten verschiedene Datensätze mit erheblichem Aufwand fertig
gestellt werden, um die Phase der Programmumstellung mit dem vor
handenen Personal konzentriert angehen zu können.
Dabei ist eine Änderung der Bearbeitungskonzeption nötig, um die
Möglichkeiten einer modernen Anlage voll ausschöpfen zu können.
Es wird angestrebt, die gesamte Korrekturphase interaktiv am
Sichtschirm zu erledigen und so die Dauer der einzelnen Bearbei
tungsschritte zu vermindern.
2.2.4.3.2 Besondere Arbeiten
Die Zusammenführung hydrographischer sea-truth-Daten und der ge
genseitige Austausch spezieller Datensätze zwischen einzelnen
wissenschaftlichen Gruppen für das MARSEN-Projekt wurden fortge
setzt. Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie,
Hamburg, und der Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raum
fahrt, Oberpfaffenhofen, konnten Untersuchungen über die Anwen
dung von Fernerkundungsverfahren, nämlich dem Zweifrequenzscat-
terometer und dem synthetic aperture radar, zur Messung von Mee
resströmungen abgeschlossen werden.
Die Untersuchung niederfrequenter Strömungsschwankungen in der
nördlichen Nordsee wurde weitergeführt und in verschiedenen Vor
trägen und Veröffentlichungen zur Diskussion gestellt. Für diese
Arbeiten wurden mehrere sehr lange Zeitreihen von Strommessungen
aus dem Bereich des Nordatlantik und des Europäischen Schelfs
von anderen Instituten übernommen. Die Herausgabe der INOUT-Da-
ten des JONSDAP 1 76-Projektes lief wegen Schwierigkeiten bei der
Datenzulieferung nur langsam an.
Innerhalb des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES)
wurde an verschiedenen Fragestellungen mitgearbeitet. So wurde
ein Beitrag zum Bericht der "Study Group on Flushing Times of
the North Sea" beendet, die Arbeiten am Bericht über die Mög
lichkeiten eines Gezeitenstromatlasses der Nordsee stehen vor
dem Abschluß und die Mitarbeit bei anderen Arbeitsgruppen des
ICES - das DHI hatte den Vorsitz der Working Group on Shelf
Seas Hydrography - konnte im notwendigen Rahmen wahrgenommen
werden.
2.2.4.4 Aufbereitung, SofortVerarbeitung und -austausch von Meß
net zdaten
Das DHI sammelt aktuelle ozeanographische Daten, insbesondere