accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Jahresbericht 1980

46 
35. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1980 
Nach der Umstellung auf die wesentlich rationellere Methode der 
Vortrennung durch Hochdruckflüss1gkeitsChromatographie statt der 
bisherigen Dünnschichtchromatographie gelang es ohne Personal 
aufstockung, den Probendurchsatz wesentlich zu erhöhen und u.a. 
die Ergebnisse zweier Überwachungsfahrten in die Ostsee vorzule 
gen. 
Es ist festzustellen, daß DDT und seine Folgeprodukte DDE und DDD 
im Bereich der westlichen Ostsee nicht mehr die Bedeutung als Um 
weltbelastungen haben, die ihnen früher beigemessen wurde. Die 
Konzentration des DDT im Meerwasser liegt unterhalb 0,05 ng/1 und 
des DDE und DDD unterhalb 0,02 ng/1. 
Die höher chlorierten Biphenyle (PCBs), vor allem Isomere des 
Hexachlorbiphenyls, zeigen dagegen keine signifikante Abnahme. 
Es muß sogar damit gerechnet werden, daß diese Stoffe, trotz des 
Verbotes dispersiver Verwendung seit 1978, aus Fixierungen an 
Land, z. B. aus Deponien, auch weiterhin ins Meer gelangen. 
Als weitere Stoffe wurden beobachtet: Isomere des HCHs (Hexa- 
chlorcyclohexan) wie das Lindan ( y--HCH) und das Hexachlorben 
zol (HOB). 
Mittelwerte aller Überwachungsstationen: 
PCB 
DDT 
r- 
HCH 
(als 
A 
60) 
ng/1 
ng/1 
n 
g/1 
1976 
Oberflächenschicht 
<0,05 
3,4 + 
0,8 
7,2 
+ 
4,1 
bodennahe Schicht 
<0,05 
2,8 + 
0,7 
7,4 
4,4 
1978 
Oberflächenschicht 
<0,05 
2,9 + 
0,8 
5,7 
± 
2,5 
bodennahe Schicht 
<0,05 
2,2 + 
0,9 
5,7 
+ 
4,4 
Zur Kenntnis über die Wege des Eintritts und des Verbleibs per 
sistenter halogenierter Kohlenwasserstoffe wurden Untersuchun 
gen über deren Eintrag über die Atmosphäre aufgenommen und zur 
Ermittlung des Verbleibs Sedimentproben im Bereich der westli 
chen Ostsee genommen. 
2.2.3.4.2 Überwachung des Meerwassers auf Erdöl-Kohlenwasser 
stoffe 
Im Mai 1980 wurden die Untersuchungen über die Kohlenwasserstoff- 
Belastung des Meerwassers auf der Forschungsplattform "Nordsee" 
fortgeführt. Der Mittelwert von 21 Einzelbestimmungen lag bei 
0,5^g/1. Dieser Wert ist der bisher niedrigste auf dieser Meß 
station - er liegt weit unterhalb der normalerweise im gesamten 
Gebiet der Deutschen Bucht gefundenen Meßwerte (s. u.). 
Damit wird deutlich, daß eingehendere Untersuchungen notwendig 
sind, um die gesamte Variabilität der Kohlenwasserstoff-Belastung 
des Meerwassers der Deutschen Bucht zu erfassen. Insbesondere
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.