Meere skunde
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2.2.3.3.5 Arbeiten im Zusammenhang mit der Einbringung von Abfäl
len in die Hobe See
Klärschlamm:
Das Einbringungsgebiet für den Klärschlamm der Freien und Hanse
stadt Hamburg wurde Mitte 1980 verlegt. Der Urzustand des neu
betroffenen Gebiets wurde daher untersucht. Die sedimentologi-
schen und sediment ebenischen Arbeiten in dem ehemaligen Einbrin
gungsgebiet wurden fortgesetzt, um mögliche Veränderungen der
Sedimentbeschaffenheit nach der Beendigung der Einbringung fest
stellen zu können. Bei den in diesem Zusammenhang durchgeführten
Bestimmungen des gelösten Sauerstoffs wurden in keinem Fall we
niger als 60 % der Sättigungskonzentration gefunden.
Dünn säure:
Der Aktualität wegen wurden im Jahr 1980 zweimal die suspendier
ten partikulären Eisenverbindungen im Dünnsäure-Einbringungsge
biet und seiner Umgebung bestimmt. Auch nach den Ergebnissen die
ser Aufnahmen kann nicht von einer ständigen Erhöhung der Konzen
tration der partikulären suspendierten Eisenverbindungen gespro
chen werden.
2.2.3.3.6 Verschiedenes
Im Januar 1980 nahm das DHI auf Wunsch der Bundesforschungsan
stalt für Fischerei nach sedimentgeologischen Untersuchungen an
einer Reise des FFS "Anton Bohrn" teil.
Die Ergebnisse des 1979 durchgeführten Feldexperiments zur Kenn
zeichnung von Ölrückständen in Tankern innerhalb der Ostsee wur
den unter Beteiligung eines Mitarbeiters des DHI von der Len
kungsgruppe (SCTO) im Rahmen des He 1sinki-Ubereinkommens ab
schließend ausgewertet.
2.2.3.4 Organische Schadstoffe im Meer
2.2.3.4.1 Halogenierte Kohlenwasserstoffe
1980 wurden auf den Stationen des Uberwachungsnetzes in der Deut
schen Bucht und der westlichen Ostsee während eines längerfri
stigen Trend-Monitoring und des gemeinsamen Bund/Länder-Meßpro-
gramms (Übereinkommen zur Verhinderung der Meeresverschmutzung
von Land aus (Paris 1974)) Proben genommen und an Bord für die
spätere Analyse aufbereitet und stabilisiert.
Bei einem Expertent reffen auf Bermuda mit Vertretern aus 7 Län
dern wurde versucht, die in den verschiedenen Ländern benutzten
überwachungsverfahren zu vergleichen. Es zeigten sich erhebli
che Unterschiede bei Probennahme und -aufarbeitung, so daß eine
Vergleichbarkeit der Verfahren noch nicht festgestellt werden
konnte. Das DHI-Verfahren für Probennahme und -aufarbeitung war
bisher international weitgehend unbekannt und stieß auf reges
Interesse.