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Volltext: Jahresbericht 1980

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35. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst.1980 
Die Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien hat 1980 
weiter zugenommen. Probleme, wie Sicherheitsfragen zum Dumping 
radioaktiver Abfälle in der Tiefsee sowie ein Monitoring dieser 
Gebiete, wurden in verschiedenen Ausschüssen behandelt. Außerdem 
lieferte das DHI in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des 
Innern detaillierte Beschreibungen von Analysen- und Meßmethoden 
zur Radioaktivitätsüberwachung und wirkte bei der Erstellung ei 
ner "Richtlinie zur Überwachung der allgemeinen Umweltradioakti 
vität" mit. 
2.2.3.3 Sedimentgeologie 
2.2.3.3.1 Bestimmung der Schichtdicke leicht beweglicher Locker 
sedimente in der Deutschen Bucht 
In der Deutschen Bucht besteht der obere Teil des Meeresbodens 
aus zwei Abschnitten: eine liegende Schicht überwiegend pleisto- 
zäner (eiszeitlicher), meist verfestigter Ablagerungen, die von 
einer unterschiedlich dicken, meist jedoch geringmächtigen 
Schicht holozäner (rezenter) Lockersedimente überdeckt wird. 
Stellenweise fehlt die Uberdeckung. Die an den Küsten und im 
Küstenvorfeld auftretenden häufigen Sedimentumlagerungen finden 
ausschließlich in dieser Schicht statt, deren Mächtigkeit daher 
zur Abschätzung von Umlagerungsarten und Materiälversatzmengen 
bekannt sein muß. Die in den vorausgegangenen Jahren durchge 
führten Meßfahrten zur systematischen Erfassung der Holozänbasis 
wurden daher fortgesetzt. Das dabei gewonnene Material reicht 
zwar noch nicht aus, um für den Küstennahbereich eine zusammen 
fassende Darstellung zu geben, war aber eine wesentliche Grund 
lage bei der Abgabe von Stellungnahmen und Auskünften. 
Die genaue Kenntnis der obersten durch die heutige Nordsee ge 
schaffenen Sedimentschicht und ihrer Basis ist Voraussetzung, um 
die geologische Entwicklung der südlichen Nordsee in der Nacheis 
zeit zu verstehen und Prognosen über künftige Entwicklungen abzu 
geben. Das vorliegende Datenmaterial erlaubte es, für den Bereich 
des früheren Elbe-Urstromtals in der Nordsee die Holozänbasis und 
die Holozänmächtigkeit zu kartieren und zu veröffentlichen. Es 
zeigt sich dabei, daß Weser und Elbe gemeinsam eine breite, lang 
sam nach Nordwesten abfallende Rinne bildeten, die beidseitig von 
einer früheren Terrasse begleitet wurde. Die Rinne ist heute mit 
Nordseesand verfällt, am ehemaligen Ostufer taucht jedoch der 
Rinnenboden auf und bildet den Boden der heutigen Nordsee (Siehe 
Abb. 5). 
2.2.3.3.2 Untersuchungen zur Schlicksedimentation 
Seit 1977 führt das Kuratorium für Forschung im Küsteningenieur 
wesen (KFKI) Untersuchungen über die Schlicksedimentation in zwei 
ausgewählten Testgebieten an der Nordseeküste durch, an denen die 
Wasser- und SchiffahrtsVerwaltung des Bundes und die zuständigen 
Behörden der Länder, die Universitäten Hamburg und Kiel sowie 
mehrere Forschungsstellen beteiligt sind. Die Koordination liegt 
beim DHI. Die Arbeiten wurden auch 1980 fortgesetzt, da zum Er
	        
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