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Object: Jahresbericht 1980

Meere skunde 
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Einen Schwerpunkt der Arbeiten nahm 1980 die Überwachung auf 
Quecksilber ein. Das 1979 in kurzer Zeit aufgebaute Analysenver 
fahren beruht im Prinzip auf der Reduktion des Quecksilbers und 
seiner Austreibung als Metalldampf, der anschließenden Anreiche 
rung und Reinigung durch Amalgambildung an feinverteiltem Gold, 
der thermischen Freisetzung und dem Nachweis als Kaltdampf durch 
Atomabsorptionsspektroraetrie. Im Berichtsjahr wurde zusätzlich 
das organisch gebundene Quecksilber mit dieser Methode bestimmt. 
Diejenigen Wasserproben von der "Meteor "-Reise Nr. 52 ins Nord 
meer, die nicht direkt an Bord analysiert worden waren, wurden 
1980 parallel im Landlaboratorium gemessen. Eine Überwachungs 
fahrt mit FS "Gauß" In die westliche Ostsee im September 1980 
erbrachte überraschend niedrige und sehr einheitliche Konzen 
trationen für anorganisch-reaktives und organisch gebundenes 
Quecksilber (Abb. 4). Ähnlich niedrige und homogene Werte wur 
den im Frühsommer 1980 auf der Forschungsplattform "Nordsee" ge 
funden, während die Durchschnittswerte von einer Fahrt mit FS 
"Gauß" in die Deutsche Bucht im September 1980 etwas höher la 
gen. Die ersten Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefaßt. 
Die Probennahme erfolgte bisher überwiegend vom Bug eines in 
langsamer Fahrt befindlichen Gummischlauchbootes aus direkt in 
die gereinigten und mit Säure versetzten Probeflaschen, um Konta 
minationsgefahr durch das Forschungsschiff zu vermeiden. Es er 
wies sich als notwendig, mit Entwicklungsarbeiten für neuartige 
Probennahmegeräte zu beginnen, die dieses zeitaufwendige Verfah 
ren unter Wahrung der extremen Anforderungen an Kontaminations 
freiheit erleichtern sollen. 
Die DFG förderte weiterhin in Ihrem Schwerpunktprogramm "Fern 
erkundung smethoden" ein Projekt zur Bestimmung chemischer Para 
meter in der obersten Meerwasser Schicht durch Remote Sensing, 
das jetzt auf insgesamt drei Jahre angelegt ist. Es konzentriert 
sich auf die intensive Untersuchung des Dumping von Abfall 
lösungen aus der Titandioxid-Produktion nordwestlich von Helgo 
land. Daten und Bildmaterial aus der Teilnahme an dem interna 
tionalen Großexperiment MARSEN (1979) in der Deutschen Bucht 
wurden ausgewertet; die dort gewonnenen Erfahrungen führten zur 
Entwicklung neuartiger Probennahmemethoden zur in-situ-Bestim- 
mung von partikulärem Eisen im Meerwasser des Dumping-Gebietes 
als "Sea Truth"-Unterlagen 
2.2.3.2 Radioaktivität des Meeres 
2.2.3.2.1 Überwachung der Radioaktivität Im deutschen Küstenbe 
reich 
Das Oberflächenwasser in der Deutschen Bucht und der westlichen 
Ostsee wird mit Hilfe eines Strahlenmeßnetzes mit kontinuier 
lich registrierenden Gammastrahlen-Meßanlagen auf stärkere Radio 
aktiv! tätserhöhungen kontrolliert. 1980 waren insgesamt 11 sol 
cher Anlagen auf Feuerschiffen, freifahrenden Schiffen, der For 
schungsplattform "Nordsee" und auf Helgoland in Betrieb. Die Re 
gistrierungen dieser Meßanlagen ließen im Berichtszeitraum kei 
nerlei Gefährdung durch radioaktive Stoffe erkennen.
	        
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