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35. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst.1980
Vergleich mit dem Wingster Protonenstandard (V4931) erlaubte es,
systematische Abweichungen zu eliminieren.
Die Anlage zur Erfassung digitaler Daten konnte durch einen Plot
ter erweitert werden, so daß auch der Kennzifferndienst die Da
ten auswerten kann.
Die Meßergebnisse werden mit den Magnetogrammen als "Numerische
Ergebnisse und Magnetogramme Wingst" herausgegeben. Erschienen
ist im Berichtsjahr das Jahrbuch Nr. 24 des Jahres 1978. Die Vor
arbeiten für das Jahrbuch Nr. 25 des Jahres 1979 sind abgeschlos
sen.
Wie in den Vorjahren wurde monatlich ein Bericht über die magne
tische Aktivität herausgegeben und an 78 Stellen des In- und
Auslandes verschickt. Außerdem wurden die Kennziffern im Monthly
Report des Forschungsinstituts der Deutschen Bundespost veröf
fentlicht. Die zuständigen internationalen Datenzentren und an
dere interessierte Stellen erhielten monatlich die Teilkennzif
fern der Deklination und der Horizontalintensität sowie einen
Bericht über die besonderen Effekte und Pulsationen, außerdem
vierteljährlich die vorläufigen Tages- und Monatsmittel der erd
magnetischen Elemente. Mikrofilme der Registrierungen des Haupt-
und Pulsationssystems wurden den Weltdatenzentren vierteljähr
lich zugesandt.
Kopien der Magnetogramme gingen regelmäßig an das Institut für
Geophysik der Universität Göttingen, das Adolf-Schmidt-Observa-
torium Niemegk, die Gesellschaft für Praktische Lagerstättenfor
schung, Hannover, und auf Anforderung auch an andere Institute
des In- und Auslandes.
Die Zusammenarbeit innerhalb der "Arbeitsgemeinschaft Ionosphä
re der deutschen geophysikalischen Institute" und der URSI (Union
Radio Scientifique Internationale) wurde fortgesetzt.
Eine Apparatur des Instituts für Geophysik der Universität Göt
tingen zur Registrierung von Pulsationen wurde weiterhin betreut.
Das Institut für Geophysik der Universität Münster nutzte die
Einrichtungen des Observatoriums, um transportable Variometer
zu kalibrieren.
Während des Berichtsjahres wurden die Simultanregistrierungen
schneller Pulsationen am Observatorium Wingst und am Geophysika
lischen Observatorium der Universität München, Fürstenfeldbruck,
fortgesetzt.
2.2.2.3.2 Erdmagnetische Kartographie
Der Atlas und die Karteien der Observatoriumswerte und der "Ge
biete unsicherer Mißweisung" wurden wie bisher weitergeführt,
Beiträge über Mißweisung und Störgebiete für zwei Seehandbücher
geliefert.