Meere skunde
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Feuerschiffen der Nord- und Ostsee im Jahre 1979 sowie die Tem
peratur- und Salzgehaltsverteilung im Oberflächenwasser der Deut
schen Bucht im August 1979 wurden analysiert und mit den langjäh
rigen Mittelwerten verglichen.
Von den Feuerschiffen der Nord- und Ostsee und von Forschungs
schiffen wurden 1980 insgesamt 11 870 Meerwasserproben angelie
fert und auf ihren Salzgehalt untersucht.
Für die Neuauflagen von Seehandbüchern wurden die Angaben über
Temperatur und Salzgehalt überarbeitet. Für das Mittelmeer wur
den aus einem umfangreichen Datenmaterial neue Karten der Tempe
ratur entworfen, die den einschlägigen Seehandbüchern beigegeben
werden sollen.
2.2.2.1.3 Hydrographische Untersuchungen im Auftrag der Deutschen
Wissenschaftlichen Kommission für Meeresforschung (DWK)
Die DWK, die zum Geschäftsbereich des Bundesministers für Ernäh
rung, Landwirtschaft und Forsten (BML) gehört, finanziert zwei
Mitarbeiter beim DHI. Diese beiden Angestellten nahmen an drei
Forschungsreisen teil ("Anton Dohrn" Nr. 97 und 98 und "Meteor"—
Reise Nr. 55). Die Aufbereitung und Auswertung des für die Fi
schereiforschung wichtigen ozeanographischen Datenematerials ist
teilweise bereits abgeschlossen und veröffentlicht worden.
Der DWK-Assistent leistete umfangreiche Vorbereitungsarbeiten für
seine Teilnahme an der FiIchner-Schelfeis-Expedition 1980/81 in
die Antarktis. Mitte Dezember 1980 ist er an Bord der "Polar-
sirkel" ausgereist.
Routinemäßig erschienen jede Woche die von den beiden DWK-Be-
diensteten erarbeiteten Oberflächentemperaturkarten der Nordsee
(13. Jahrg.). Weitergebende Informationen Uber vertikale Tempe
raturverteilung und Ausbildung der sommerlichen Temperatur
sprungschicht in der Nordsee sowie über die im Sommer zu erwar
tende Bodenwassertemperatur wurden in vier Beilagen den Tempera
turkarten von Zeit zu Zeit beigegeben.
2.2.2.2 Eisdienst
2.2.2.2.1 Eisnachrichtendienst
Der Winter 1979/80 war im Hinblick auf Umfang und Dauer der Ver
eisung im norddeutschen Küstengebiet normal, im übrigen Ostsee
raum dagegen ziemlich, eisreich. Die Eisbildung setzte in den ein
heimischen Küstengewässern am 2. Januar 1980 ein. Das letzte Eis
schmolz an der Nordseeküste am 11. Februar und an der Ostseeküste
am 29. Februar ab. Zur Zeit des Höchststandes der Vereisung (Mit
te Januar) waren an der Nordseeküste die Wattgebiete und die
Flußmündungen fast ganz mit Eis bedeckt. An der westlichen Ost
seeküste trat in allen Häfen und Buchten hauptsächlich nur dün
nes Eis auf. Auf der Ems und Elbe war die Kleinschiffahrt zeit
weise, in den nordfriesischen Küstenfahrwassern sogar sehr be
hindert .