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Full text: Jahresbericht 1980

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35. Jahresber. Dt. Hydrogr. Inst. 1980 
Niedrigwasser für 28 ausländische Bezugsorte die mittleren Hoch- 
und Niedrigwasserhöhen neu bestimmt. Diese Arbeiten dienten zum 
Laufendhalten der Gezeitentafeln. 
Die Vorausberechnungen für die 13 deutschen Bezugsorte für die 
Gezeitentafeln 1982 beruhen auf Analysen des jüngsten 19jährigen 
Beobachtungszeitraumes 1961 bis 1979. 
Unter Benutzung von Gezeitengrundwerten, die aus Watt- und Ver 
messungspegel beobacht ungen abgeleitet wurden, sind die Karten 
der Linien gleichen mittleren Hochwasserzeitunterschiedes und 
die Karten der Linien gleichen mittleren Springtidenhubs über 
arbeitet worden. Für die Seevermessung wurden 28 Wasserstands 
errechnungskarten der deutschen Vermessungsgebiete zum Beschicken 
der Lotungen entworfen. 
Zahlreiche Auskünfte über Gezeiten und Wasserstände wurden 
Schiffahrtskreisen, Seeämtern, Gerichten und Privatpersonen er 
teilt. 
2.2.1.3.2 Besondere Arbeiten 
Die Entwicklung eines hydrodynamisch-numerischen Wasser st ands- 
modells für Flußläufe wurde fortgeführt. Zur Berechnung krumm 
liniger Koordinaten, die der Flußrichtung folgen, muß der Fluß 
konform auf ein Rechteck abgebildet werden. Die Ergebnisse wa 
ren zunächst unbefriedigend, da wegen der geringen Rechengenauig 
keit der alten Rechenanlage die umfangreichen Rechnungen entwe 
der nur schlecht oder gar nicht konvergierten. Die größere Ge 
nauigkeit der neuen Rechenanlage führte zu wesentlich besseren 
Ergebnissen. 
Es wurden Arbeiten aufgenommen, das Modell durch einen Überflu 
tung smechanisaus zu erweitern, der die große Zunahme des Fluß 
quer scbni t t es bei hohen Wasserständen simuliert. 
2.2.1.4 Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst 
Der Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst wurde wie 
bisher unter Beteiligung mehrerer Wissenschaftler wahrgenommen 
und vom Seewetteramt wetterkundlich beraten. 
Der Norddeutsche Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk, Radio Bre 
men und der Deutschlandfunk verbreiteten regelmäßig die Vorher 
sage der Hochwasserstände an der deutschen Nordseeküste bei Em 
den, Bremen und Hamburg. Die Ra dar zentralen Knock, Bremerhaven 
und Cuxhaven sowie der Schiffsmeldedienst in Hamburg erhielten 
mindestens zweimal täglich Vorhersagen für die Hoch- und Nied 
rigwasser auf ihren Revieren. Der Fernsprechansagedienst der 
Bundespost in Hamburg verbreitete Sturmflutwarnungen für das Ge 
biet des Hamburger Hafens. Außerhalb der regulären Dienstzeit 
gab ein automatischer Anrufbeantworter die jeweils letzte Was 
ser s t and s vorher sage bekannt.
	        
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