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Full text: Jahresbericht 1980

Meereskunde 
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1978 bis Dezember 1979) liegen jetzt aufbereitet vor und können 
wissenschaftlich ausgewertet werden. Die Ergebnisse dienen der 
möglichst vielseitigen Überprüfung des numerischen Modells der 
Deutschen Bucht sowie der Herausgabe des Atlasses "Die Strömungen 
in der Deutschen Bucht". Außer den Daten des Meßprogramms sind 
sämtliche verfügbaren Strommessungen der vergangenen 20 Jahre aus 
der Deutschen Bucht sortiert und in geeigneter Weise zusammenge 
faßt worden. Mit Hilfe der vom Seewetteramt bereitgeste11ten 
Winddaten ist damit gegonnen worden, diejenigen Anteile der Strö 
mungen in der Nordsee näher zu untersuchen, die durch den groß 
räumigen Wind sowie durch Fernwellen bedingt sind. 
Auch die Daten des internationalen Feldexperiments MARSEN (Mari 
ne Remote Sensing in the North Sea), das unter DHI-Beteiligung 
von August bis Oktober 1979 in der Deutschen Bucht stattfand, 
sind weitgehend aufbereitet. In Zusammenarbeit mit französischen, 
amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern wurden u.a. Ver 
gleiche zwischen Strömungsmeßergebnissen angestellt, die mit kon 
ventionellen verankerten Strommessern (DHI ) und mit Radarmessun 
gen während MARSEN gewonnen worden waren. Danach scheinen Radar 
messungen für bestimmte Anwendungsbereiche durchaus geeignet zu 
sein, die küstennahe Oberflächenströmung zu erfassen. 
2.2.1.1.3 Hydrodynamisch-numerische Untersuchungen 
Die Gezeitenströme des Modells der Deutschen Bucht sind mit 
den durch zahlreiche Meßreihen synthetisierten Gezeitenströmen 
verglichen worden. Danach stimmen die Gezeitenströme des Mo 
dells mit der Messung zufriedenstellend überein. 
Im Zusammenhang mit dem geplanten Atlas "Die Strömungen in der 
Deutschen Bucht" wurden Karten der winderzeugten Modellströmun 
gen in der Nordsee und speziell in der Deutschen Bucht für ver 
schiedene Windrichtungen und Windstärken dargestellt. 
Die Untersuchungen über die Ausbreitung und Vermischung von 
Schadstoffen in der Deutschen Bucht sind fortgesetzt worden. 
Das Modell ist probehalber sechs Wochen im Operationellen Ein 
satz gewesen. Die Auswertung ergab, daß die Kopplungsmethoden 
zwischen meteorologischen und ozeanographischen Feldern verän 
dert werden mußte, um genauere Modellströmungen zu erzielen. 
Das dreidimensionale Strömungsmodell wurde außerdem mit einem 
zweidimensionalen Ausbreitungsmodell (Monte Carlo) gekoppelt. 
Bei dem Monte-Carlo-Verfahren handelt es sich um einen mathe 
matischen Ansatz, die Ausbreitung und Vermischung einer Sub 
stanz (z. B. Schadstoffe) aufgrund von Strömungen und Turbulenz 
zu simulieren. 
Für die Abschätzung möglicher Folgen zur Verklappung radioakti 
ver Abfälle in der Tiefsee sind theoretische Untersuchungen be 
gonnen worden. 
Hierzu wurden vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg, 
ein Weltozeanmodell mit einer Gitterauflösung von fünf Grad und
	        
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