Haut. Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk
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den vergangenen Jahren versucht, die hinsichtlich der Bedeckung,
der Schnittwinkel und des Aufwandes bei der Einrichtung der Sta
tionen günstigere Polarmethode anzuwenden (s. Jahresberichte
1974/75 und 1976/77, AGA-Geodimeter). Bei den untersuchten Ge
räten erwies sich jedoch die Streckenmessung als problematisch.
Ein Nachteil war es, daß die Schiffsposition an Land und nicht
an Bord bestimmt wurde. 1980 wurde daher eine Einrichtung be
schafft, die die Anwendung des Polarverfahrens ohne die aufge
zeigten Nachteile ermöglicht: auf einer Landstation werden die
Richtungen zum fahrenden Schiff an einem kodierten Teilkreis ab
gegriffen und über Funk zum Schiff übertragen..Dort wird simul
tan die Entfernung zur Landstation mit einer Mini-Ranger-Ein-
richtung gemessen. Richtungs- und Entfernungsdaten werden mit
der Hydrodata-Anlage erfaßt und zur Berechnung des Schiffsorts
verwendet. Die Verfolgung des Schiffes auf der Landstation ge
schieht derzeit noch durch einen Beobachter, der das Fernrohr mit
Unterstützung von Servomotoren nachführt. Die Nachrüstung einer
automatischen Zielverfolgungseinrichtung ist jedoch geplant.
2.1.1.4 Automation in der Kartenherstellung
Die bei der Seevermessung erfaßten Positionen mit Tiefenangaben
(insgesamt ca. 279 000) wurden aufbereitet und mit dem Zeichen
tisch Aristomat 8446 in Arbeitskarten dargestellt. Wie bisher
wurden mit diesem Zeichentisch auch die Rahmen und Koordinaten
netze für die Arbeits- und die Seekarten sowie Hyperbelscharen
Hi-Fix, Decca und Loran-C gezeichnet.
Für die IALA-Betonnungsumstellung in der Ostsee wurden 81 Vorla
gen mit Positionen und Symbolen von Tonnen in die Datenbank ein
gebracht und für neue Karten 1ichtgezeichnet.
Mit ADV-Unterstiitzung im System Aristogrid CD 400 wurden die Kar
teninhalte folgender Seekarten gespeichert und lichtgezeichnet:
- D.1344 (1 : 50 000) mit einem Plan, hier Digitalisierung
aus 5 schwedischen Grundlagenkarten verschiedener Maßstäbe
und Projektionen und Einbringung von Korrekturen;
- D.201 (1 : 50 000), Digitalisierung aus britischen Grundla
genkarten verschiedener Maßstäbe;
- D.194 (1 : 25 000) mit 4 Plänen, Digitalisierung aus briti
schen Grundlagenkarten, wobei im überlappenden Gebiet zur
D.201 die Daten dieser Karte eingearbeitet wurden;
- D.883 (1 : 1 Mi11), Digitalisierung aus kartographischen
Unterlagen, ebenso wie die
- D.207 (1 : 50 000) mit zwei Plänen, und von der
- D.2570 (1 : 5 Mill) die Küstenlinien.
Weitere Arbeiten mit der Anlage Aristogrid CD 400:
Digitalisierung und Zeichnung von: