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Volltext: Jahresbericht 1978-1979

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33./34. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1978/79 
Die On-Line-Telemetrie von Strommesserdaten für Vermischungsexperimente in 
Meeresbodennähe mit dem Farbstoff Rhodamin wurde verbessert. Die bisher ver 
wendete akustische Übertragung der Strömungsmeßdaten durch das Wasser war 
auch nach starker Reduzierung der Übertragungsstrecke durch unvermeidliche 
Echo-Interferenzen zu störanfällig und wurde deshalb durch eine optische Daten 
übertragung mit moduliertem Licht aus Leuchtdioden ersetzt. Übertragungsfehler 
traten danach innerhalb der Funkreichweite Boje-Schiff nur noch selten auf. 
Die Sofortauswertung („real-time") der Strömungsmeßwerte wurde ebenfalls ver 
bessert und ergänzt. Insbesondere die für die Auffindung des Farbflecks unbe 
dingt notwendigen lückenlosen Strömungsinformationen konnten über einen 
Zeitraum von vielen Tagen mit einem neuen leistungsfähigen Tischrechnersy 
stem gesichert werden. Für die verzerrungsfreie graphische Darstellung der Kon 
zentrationsverteilung des Farbflecks ist ein mit der Wassermasse mitbewegtes 
Koordinatensystem notwendig. Dieses geht aus dem ortsfesten Decca-Koordina- 
tensystem, in dem vom Schiff aus gemessen wird, dadurch hervor, daß jeder Meß 
ort mit einer aus den telemetrischen Strommesserdaten berechneten Wegstrecke 
beschickt wird. Dies geschieht automatisch durch Verbund des Tischrechners mit 
dem Navigationsrechner des Decca-Systems. 
Die automatischen Meßstationen „Forschungsplattform Nordsee" (FPN), Feuer 
schiff „Fehmambelt" und „Leuchtturm Kiel" wurden weiterhin betrieben. Haupt 
sächlich bautechnische Maßnahmen am „Leuchtturm Kiel" und an der FPN sowie 
die außerordentlich starke Eisbildung in der Ostsee im Winter 1978/79 führten je 
doch zu langfristigen Unterbrechungen der Meßreihen. Es konnten jedoch kurz 
fristig elektromagnetische und akustische Strömungsmesser erprobt werden. 
Für den Bereich der Nordsee wurde gemeinsam mit dem Seezeichenversuchsfeld 
ein Konzept für die Einrichtung von automatischen Meßstationen auf den geplan 
ten Feuerschiffersatzsystemen erarbeitet. 
1978 wurde in Zusammenarbeit mit dem BMFT, der Reedereigemeinschaft/For 
schungsschiffahrt GmbH und dem WSA Cuxhaven die Nordseeboje II (NSB II) in 
der Nähe der FPN neu verankert Dabei wurde erprobt, ob die Ausbringung und 
Verankerung dieser Großboje mit den verfügbaren bundeseigenen Schiffen mög 
lich ist. Das Vorhaben gelang mit Hilfe des Schleppers „Eisfuchs", des Tonnenle 
gers „Walter Körte“ und des VWS „Atair". Die ursprüngliche, sehr aufwendige 
Verankerungsmethode mußte allerdings vereinfacht werden. 
1979 mußte die NSB II zur Reparatur und Modifikation für den Einsatz als Meß 
station des DHI nach Bremerhaven verholt werden. Diese Arbeiten und der an 
schließende Probelauf wurden zum Teil zusammen mit der Firma Dornier-System 
durchgeführt. Die gleichzeitige Erprobung der Datenübertragung über den Satel 
liten METEOSAT verlief erfolgreich. 
Für die Erweiterung des aus drei Stationen in Nord- und Ostsee bestehenden 
Meßnetzes wurde ein Rahmenplan entworfen und dem BMV vorgelegt. Die Aus 
rüstung von vier unbemannten Feuerschiffsersatzsystemen und der Verdichter 
plattform GNSC H7 mit automatischen Meßstationen sowie die Modifikation und 
der Betrieb der NSB II wurden dabei berücksichtigt.
	        
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