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Full text: Jahresbericht 1978-1979

Meereskunde 
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Eine Apparatur des Instituts für Geophysik der Universität Göttingen zur Regi 
strierung von Pulsationen wurde weiterhin betreut. Dieses Institut sowie das In 
stitut für Geophysik der Universität Münster nutzten die Einrichtungen des Ob 
servatoriums, um transportable Induktionsspulen-Magnetometer zu kalibrieren. 
Das Göttinger Institut registrierte mit dem transportablen Gerät anschließend in 
Wingst über einen Zeitraum von sechs Wochen. 
Während der Berichtsjahre wurden die Simultanregistrierungen schneller Pulsa 
tionen am Observatorium Wingst und am Geophysikalischen Observatorium der 
Universität München, Fürstenfeldbruck, fortgesetzt. \ 
2.2.2.3.2 Erdmagnetische Kartographie 
Der Atlas und die Kartei über die „Gebiete unsicherer Mißweisung" wurden wie 
bisher weitergeführt. Die Säkularvariation der erdmagnetischen Deklination 
wurde für alle verfügbaren Stationen auf 1980 extrapoliert und danach eine Isopo 
renweltkarte entworfen. Als Quelle dafür dienen die Veröffentlichungen der erd 
magnetischen Observatorien. 
Das auf bereitete Material bildet auch die Grundlage für die erdmagnetischen An 
gaben in den Seehandbüchern und Seekarten. 
Für elf Seehandbücher wurden Beiträge über Mißweisungen und Störgebiete so 
wie die dazugehörigen Isogonenkarten geliefert. Für eine großmaßstäbige See 
karte wurden die Linienführung der Isogonen entworfen, 1250 Mißweisungswerte 
für 403 Seekarten errechnet und 478 „Gebiete unsicherer Mißweisung" nachge 
wiesen. 
Auskünfte über Mißweisungen, Störgebiete und allgemeine Fragen des erdmag 
netischen Feldes erhielten wiederum Behörden, Institute, Industriebetriebe, Flug 
hafengesellschaften und Einzelpersonen. 
Das DHI ist von der International Association of Geomagnetism and Aeronomy 
(IAGA) mit der Leitung der Arbeitsgruppe „Ground-based measurements for sa* 
tellite geomagnetic surveys“ betraut worden. In dieser Arbeitsgruppe wurden die 
von den einzelnen Ländern beabsichtigten weltweiten Bodenmessungen zur Un 
terstützung des Satellitenmeßprogramms „MAGSAT" gesammelt und bekanntge 
geben. Der Satellit MAGSAT wird von der NASA und dem US Geological Survey 
betrieben und mißt in der Zeit von November 1979 bis etwa Mitte 1980 als erster 
derartiger Flugkörper außer der Totalintensität auch die erdmagnetischen Kom 
ponenten auf einer Bahn, die über der Dämmerungszone in einer Höhe zwischen 
352 und 587 km liegt. Von diesem Unternehmen wird auch eine deutliche Verbes 
serung der erdmagnetischen Weltkarten erwartet. 
2.2.2.3.3 Messungen auf See 
1978 wurde auf dem ersten Abschnitt der „Meteor-Fahrt Nr.48 auf der West 
flanke des Reykjanes-Rückens zwischen 56° und 60° N erdmagnetisch, bathy- 
metrisch und gravimetrisch vermessen. Einige flachseismische Profile wurden pa 
rallel zur Rückenachse gelegt, um aus erdmagnetischen Messungen erschlossene 
alte Bruchzonen an dem Verlauf der Basement-Tiefe besser erkennen zu können.
	        
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