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Full text: Jahresbericht 1978-1979

Meereskunde 
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Eine Untersuchung über das Treibeisvorkommen in der Weddellsee war für die 
Planung der Antarktisforschung der Bundesrepublik Deutschland wichtig. Die 
Arbeitsgrundlage dafür bildeten Aufnahmen mit hochauflösenden Sensoren eini 
ger amerikanischer Wettersatelliten und Eiskarten. Als erste Ergebnisse sind 
jährliche und jahreszeitliche Schwankungen der Eiskonzentration (Maß für die 
Eisbedeckung) zu erwähnen. Die seit einigen Jahren laufenden statistischen Un 
tersuchungen über das Eis sind auf das Europäische Nordmeer und die Barents 
see ausgedehnt worden. Die in Karten dargestellten Ergebnisse bildeten die 
Grundlage für einen Seehandbuchbeitrag über Eis. 
22.2.23 Sonstige Arbeiten 
In den letzten zwei Wintern erprobte der Eisdienst gemeinsam mit anderen Eis 
diensten der Ostsee-Anliegerstaaten einen neuen Eiskode mit gutem Erfolg. 
Wahrscheinlich wird dieser mit Wirkung des Winters 1981/82 im internationalen 
Beobachtungsdienst der Nord- und Ostsee eingeführt werden. 
Für die Neuauflage des Handbuchs der Ostküste Südamerikas, II. Teil, wurde der 
Beitrag über Eis textlich überarbeitet. Für die Neuauflagen des Handbuchs für 
Belte und Sund, des Handbuchs für das Skagerrak, I. Teil, sowie für das Hand 
buch des Europäischen Nordmeers wurde das Eisvorkommen nach neuen statisti 
schen Unterlagen beschrieben. 
26 Gutachten über Eis waren anzufertigen; 17 schriftliche Auskünfte wurden er 
teilt. 
2.2.2.2A Fernerkundung 
Die Arbeiten zum Erdwissenschaftlichen Flugzeugmeßprogramm wurden abge 
schlossen. über die Ergebnisse wurde in 25 Veröffentlichungen und 20 Vorträgen 
berichtet. Ein Mitarbeiter wirkte an der Aufstellung weiterer Fernerkundungs 
programme mit, so z. B. für das „Microwave Remote Sensing Experiment“, das die 
European Space Agency (ESA) für die erste SPACELAB-Mission vorsieht. 
Ein gemeinsam mit der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und 
Raumfahrt (DFVLR) unternommener Versuch, ein von einem Flugzeug mitgeführ 
tes Seitensicht-Radargerät für die Eiserkundung einzusetzen, verlief erfolgreich. 
Da der Informationsgehalt der gewonnenen Radarbilder noch gesteigert werden 
kann, soll das Versuchsprogramm in den folgenden Jahren fortgesetzt werden. 
2.2.2.3 Erdmagnetismus, Observatorium Wingst 
2.2.2.3.1 Erdmagnetisches Observatorium Wingst 
Zur Bestimmung der Variometer-Basen wurden wöchentlich die Horizontal-, Ver 
tikal- und Totalintensität mit dem Protonen-Komponenten-Magnetometer gemes 
sen, die Deklination mit dem Stationstheodoliten mindestens zweimal im Monat 
bestimmt. Die Basis der Vertikalintensität wurde laufend mit zwei Z-Waagen kon 
trolliert Eine Meßreihe hatte gezeigt, daß das Protonen-Komponenten-Magneto- 
meter auch zur Sicherung der Deklinationsbasis geeignet ist. Seitdem wurden re 
gelmäßig Zusatzmessungen nach dieser Methode ausgeführt.
	        
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