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Volltext : Jahresbericht 1978-1979

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33734.  Jahresbericht  des  Deutschen  Hydrographischen  Instituts  1978/79

Vom  29.  11.  1977  bis  zum  26.5.  1978  wurden  123  Eisberichte  und  45  Eisübersichtskarten ­
  in  einer  Auflage  von  295  Exemplaren  herausgegeben.  243  telefonische  und
3  fernschriftliche  Auskünfte  wurden  erteilt.  Zur  Weiterverbreitung  erhielten  der
Deutschlandfunk  10  Eisberichte,  die  Küstenfunkstellen  Norddeich-  und  Kiel-Radio ­
  9  Eiswarnmeldungen.  Das  Seewetteramt  erhielt  in  der  Eisbergsaison  35  Eisübersichtskarten ­
  des  Seegebiets  um  Neufundland  zur  Weiterverbreitung  über
Bildfunk,  die  Bundesforschungsanstalt  für  Fischerei  14  Eiskarten  von  der  Antarktis. ­
  Südlich  48  °  N  wurden  75  Eisberge  gezählt,  normal  sind  290  Eisberge.
Der  Winter  1978/79  war  im  ganzen  Ostseeraum  sehr  eisreich,  an  der  deutschen
Nordseeküste  zählt  er  dagegen  zu  den  eisreichen  Wintern.  Seit  1896/97  wiesen  an
der  westlichen  Ostseeküste  lediglich  sieben,  an  der  Nordseeküste  acht  Winter
mehr  Eis  auf  (siehe  Abb.  4).  Nachdem  schon  Anfang  Dezember  1978  einige  Tage
lang  geringfügiges  Eis  auf  trat,  setzte  am  18.  Dezember  eine  später  immer  schwerer ­
  werdende  Vereisung  der  Küstengewässer  ein,  die  erst  am  26.  März  1979  endete. ­
  In  der  Deutschen  Bucht  erstreckte  sich  das  Eis  maximal  (Mitte  Februar)  bis
in  das  Seegebiet  südwestlich  und  nordwestlich  von  Helgoland.  Die  Küstenschifffahrt ­
  war  fast  überall  behindert,  die  Großschiffahrt  verlief  nahezu  normal.  In  der
westlichen  Ostsee  reichte  eine  dichte  Eisdecke  maximal  bis  Bornholm  (20.  bis
25.  Februar).  An  der  westlichen  Ostseeküste  lag  ein  breiter  dicker  Preßeisgürtel,
der  nur  von  starkgebauten  Schiffen  mit  starker  Maschinenkraft  unter  großen
Schwierigkeiten  durchfahren  werden  konnte.
Die  schwierigen  Eisverhältnisse  dieses  Winters  stellten  an  den  Eisnachrichtendienst ­
  hohe  Anforderungen.  Der  Eisdienst  war  deshalb  täglich  besetzt.  Ohne  die
gute  Zusammenarbeit  mit  der  beim  Wasser-  und  Schiffahrtsamt  Kiel-Holtenau
eingerichteten  Eisdienststelle  wäre  es  nicht  möglich  gewesen,  die  Schiffahrt  so
eingehend,  wie  es  geschah,  über  die  Eislage  in  der  westlichen  Ostsee  zu  unterrichten ­
  und  prognostisch  zu  beraten.
Vom  29.11.  1978  bis  zum  31.5.  1979  wurden  125  Eisberichte  und  45  Eisübersichtskarten ­
  in  einer  Auflage  von  265  Exemplaren  herausgegeben.  710  telefonische  und
35  fernschriftliche  Auskünfte  wurden  erteilt.  Zur  Weiterverbreitung  erhielten:
der  Deutschlandfunk  74  Eisberichte,  die  Küstenfunkstellen  Norddeich-  und  Kiel-Radio
  74  Eiswarnmeldungen,  das  Seewetteramt  für  Bildfunksendungen  37  Eiskarten ­
  vom  westlichen  Ostseeraum  und  51  Eiskarten  vom  Seegebiet  um  Neufundland. ­
  Die  Eisdienststelle  beim  Wasser-  und  Schiffahrtsamt  Kiel-Holtenau  erhielt
in  der  kritischen  Zeit  laufend  Eisvorhersagen.
Der  Austausch  der  Eismeldungen  mit  den  von  der  Vereisung  betroffenen  Anliegerstaaten ­
  der  Nord-  und  Ostsee  verlief  ziemlich  reibungslos.  Der  Deutsche  Wetterdienst ­
  übermittelte  die  Eismeldungen  und  Wassertemperaturbeobachtungen
über  das  Wetterfemschreibnetz.  Das  Seewetteramt  beriet  wie  bisher  den  Eisnachrichtendienst ­
  meteorologisch.
2.2.22.2  Auswertung  der  Beobachtungen
Die  Eisbeobachtungen  aus  dem  Nord-  und  Ostseeraum  wurden  wie  üblich  in  die
Eiskartei  übernommen.  Zum  ersten  Mal  konnten  dazu  auch  die  auf  einem  Eiserkundungsflug ­
  über  die  eisbedeckte  westliche  Ostsee  gewonnenen  fotografischen
Bilder  und  Aufnahmen  eines  Seitensicht-Radargerätes  herangezogen  werden.
            
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