34
33./34. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1978/79
arbeitet, überarbeitet wurden außerdem die Neuauflagen der im Berichtszeit
raum herausgegebenen Handbücher.
1979 wurden 9750 Wasserproben, die von Feuer- und Forschungsschiffen gesam
melt worden waren, auf ihren Salzgehalt untersucht und sämtliche Werte der hy
drographischen Serien auf ihre Richtigkeit überprüft.
Für Schiffahrts- und Industriebetriebe, für Behörden, Gerichte und Privatperso
nen wurden zahlreiche Gutachten sowie schriftliche und mündliche Auskünfte
erteilt.
In den Sonderdrucksammlungen „Ozeanographie 1977" und „Ozeanographie 1978“
wurden Arbeiten von DHI-Wissenschaftlern zusammengestellt.
2.2.2.1.3 Hydrographische Untersuchungen im Auftrag der DWK
Die beiden Angestellten der Deutschen Wissenschaftlichen Kommission für
Meeresforschung (DWK) nahmen an vier „Anton Dohrri'-Reisen, einer „Meteor"-
und einer „Gauß'-Reise teil. Die hydrographischen Arbeiten während dieser Rei
sen waren überwiegend nach Erfordernissen der Fischereiforschung ausgerichtet
und wurden teilweise personell und instrumenteil durch das DHI unterstützt.
Vorläufige Darstellungen der Meßergebnisse, die für die Fischereizwecke aus
reichten, entstanden bei den „Anton Dohrri'-Reisen bereits an Bord zur aktuellen
Information und als Entscheidungshilfe für die Fahrtleiter und für anstehende Fi
schereiarbeiten. Die endgültigen Aufbereitungen an Land der umfangreichen Da
tensätze sind weitgehend abgeschlossen. Die Ergebnisse dieser Reisen sind zum
Teil bereits veröffentlicht.
Die Jahrgänge 11 und 12 der Oberflächentemperaturkarten der Nordsee erschie
nen wöchentlich. Zwölf XBT-Schnitte, die im Rahmen von IGOSS von deutschen
Forschungsschiffen gemacht und von den DWK-Assistenten bearbeitet wurden,
gaben Einblick in die vertikale Temperaturverteilung der Nordsee. Die Darstel
lungen wurden den Temperaturkarten beigelegt. - Die Richtigkeit der jeweils im
Frühjahr herausgegebenen Vorhersagekarten der sommerlichen Bodenwasser
temperatur der Nordsee konnte sowohl 1978 als auch 1979 durch XBT-Messungen
bestätigt werden.
2.2.2.2 Eisdienst
2.2.2.2.1 Eisnachrichtendienst
Der Winter 1977/78 war im Hinblick auf Umfang und Dauer der Vereisung im
norddeutschen Küstengebiet normal. Abgesehen von geringfügigem Eis, das
Mitte Januar 1978 örtlich auftrat, setzte die Eisbildung erst am 8. Februar ein. Das
letzte Eis schmolz an der Nordseeküste am 27. Februar und an der Ostseeküste
am 4. März ab. Zur Zeit des Höchststandes der Vereisung (letzte Februardekade)
waren an der Nordseeküste die Wattgebiete und die Flußmündungen fast ganz
mit Eis bedeckt. An der westlichen Ostseeküste trat überall Eis auf. An einigen
Tagen wurde sogar auf See örtlich dünnes Eis beobachtet. In mehreren Küsten
fahrwassern war die Kleinschiffahrt behindert.