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Volltext: Jahresbericht 1978-1979

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33./34. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1978/79 
Vom 5.9. bis 16.9. 1978 wurde im Seegebiet Weiße Bank in der bodennahen Was 
serschicht (45 m) Farbstoff ausgebracht, um die Vermischung unterhalb der ther 
mischen Sprungschicht quantitativ zu erfassen. Der Versuch mußte aus Wetter 
gründen kurz nach Beginn abgebrochen werden, denn bei Windstärken von 
10 Bft. bis 11 Bft. und Wellenhöhen über 10 m war die thermische Schichtung ver 
schwunden und jegliche Meßtätigkeit unmöglich. 
Vom 17.4. bis 27.4. fanden zwei Versuche an der Meeresoberfläche im Seegebiet 
Borkumriff statt. Dabei wurden zwei neue Meßmethoden erprobt: ein Laser-Fluo 
reszenz-Meßverfahren, das von Physikern der Universität Oldenburg für den 
Flugzeugeinsatz entwickelt und mit Erfolg auf See eingesetzt wurde, sowie die 
Beobachtung und photographische Aufnahme der ersten Entwicklungsphase des 
Farbflecks von einem von der Bundesmarine zur Verfügung gestellten SAR-Hub- 
schrauber aus. Durch das übersteigen des wissenschaftlichen Beobachters auf 
See direkt vom Schiff in den Flubschrauber war eine optimale Anpassung des 
Flugprogramms an den Ablauf des Experiments möglich. Die Ergebnisse der 
Schiffsmessungen zeigten trotz ruhiger Wetterlage eine überraschend schnelle 
Ausbreitung des Farbstoffs in der südlichen Deutschen Bucht; die dabei beob 
achteten starken Konzentrationsschwankungen deuten darauf hin, daß in erster 
Linie Stromscherungen, weniger kleinskalige Turbulenz, für die Ausbreitung ver 
antwortlich waren. 
Auf einer Fahrt vom 17.9. bis 28.9. 1979 fand ein Vermischungsversuch im boden- 
nahen Wasser des ehemaligen Elbetals nordwestlich von Helgoland statt. Die 
Auswertungen sind noch nicht abgeschlossen,- es zeigte sich jedoch ebenfalls ein 
erheblicher Einfluß der hier besonders starken vertikalen Scherung der Gezeiten 
ströme. Entgegen der aus früheren Messungen und aus Modellen abgeleiteten 
Annahme, daß nämlich in der Bodenrinne in der Regel ein Kompensations-Rest 
strom entgegen der Windrichtung herrscht, wurde trotz anhaltender westlicher 
Winde ein in die Deutsche Bucht setzender Reststrom durch die Verlagerung der 
Farbstoffmarkierung beobachtet. 
2.2.1.2.2 Sonstige Arbeiten 
Die Aufbereitung der Daten der FLEX-Vermischungsversuche wurde abgeschlos 
sen. Vergleichende Untersuchungen der beobachteten Verlagerungen mit den 
Strömungsmessungen in der „FLEX-Box" ergaben durchweg eine befriedigende 
Übereinstimmung im Nahbereich, in der weiteren Umgebung jedoch teilweise er 
hebliche Abweichungen; ein Zeichen für die auch hier vorherrschenden starken 
Scherungsvorgänge. 
Bei der Aufbereitung der an Bord mit Magnetbändern registrierten Datensätze 
zeigte sich - bedingt durch schiffsseitige Störungseinflüsse - oft ein überaus star 
ker Anteil von „Ausreißern". Da übliche Glättungs- oder Filtermethoden hier 
nicht angewandt werden konnten, wurde ein Programm entwickelt, mit dessen 
Hilfe die Störungen praktisch vollständig eliminiert werden können, ohne die 
wahren Meßwerte zu verfälschen. 
Um alle bisher beim DHI erzeugten Datensätze von Vermischungsexperimenten 
unter Anwendung von EDV-Methoden vergleichen zu können, wurden alle frü
	        
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