Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum
89
Im DOD-Archiv befanden sich am Ende des Berichtszeitraumes:
— 577 000 Records mit Meßwerten von deutschen Forschungsschiffen (Temperatur,
Salzgehalt und verschiedene chemische Parameter
von hydrographischen Schöpferproben, STD-Geräten
oder BT und X-BT);
— 1 024 000 Records mit Beobachtungen von den deutschen Feuerschiffen
(Temperatur, Salzgehalt, Beobachtungen der Oberflächenströmung
in Verbindung mit dem Wind, ab 1969 auch
Seegangswerte).
Vom Weltdatenzentrum A erhielt das DOD sämtliche Daten der hydrographischen
Serien (Temperatur, Salzgehalt, chemische Werte) aus der Nordsee und
die Neueingänge aus der Ostsee, die ausländische Stellen in diesen Seegebieten
gewonnen haben. Damit besitzt das DOD einen vollständigen, 825 000 Records
umfassenden Datensatz aus diesen beiden Gebieten.
Am 31. 12. 1977 waren rund 2,6 Mill. Records deutscher und ausländischer meereskundlicher
Daten gespeichert.
Die Nutzung der im DOD gespeicherten Meßwerte war wiederum erfreulich groß.
Etwa 380 000 Records, das sind 15 °/o des Datenarchivs des DOD, wurden Interessenten
für wissenschaftliche Arbeiten oder als Entscheidungshilfe zur Verfügung
gestellt. Das DOD lieferte sowohl die Einzelmeßwerte, als auch statistische
Angaben (z. B. Mittelwerte, Extremwerte, Standardabweichungen). Die
Werte wurden in Form von Datenlisten, auf Magnetband oder in einer graphischen
Darstellung bereitgestellt. Die Anfragen bezogen sich auf den Atlantischen
Ozean mit Davis-Straße, Biskaya und Golf von Guinea sowie auf die Nordsee,
die Ostsee und das Mittelmeer. Die Meßwerte wurden angefordert von deutschen
Behörden, Universitätsinstituten und Industrieunternehmen sowie von ausländischen
Stellen und zwischenstaatlichen Organisationen.
Das DOD wurde nicht nur als Datenlieferant genutzt, sondern auch als zentrale
Koordinierungsstelle und als Beratungsorgan für die Archivierung und den Austausch
von ozeanographischen Daten herangezogen.
Neben den Routinearbeiten hatte das DOD zusätzliche spezielle Aufgaben zu
erfüllen:
Die in den GARP*) Atlantic Tropical Experiment (GATE) gewonnenen Meßwerte
wurden vom DOD in ein Datensystem übertragen, das speziell für dieses Unternehmen
entworfen worden war (GATE-Datenformat). Das DOD hat Software
für die Konvertierung und die Qualitätskontrolle der Daten entwickelt. Das
GATE-Datenformat ermöglichte es, einen heterogenen Datensatz aus meteorologischen
und ozeanographischen Meßwerten in demselben Format abzuspeichern
und in den GATE-Archiven in Ashville/USA und Moskau zusammenzutragen.
Das DOD konnte die Verarbeitung der GATE-Daten im September 1977 abschließen.
Alle von deutscher Seite gemessenen ozeanographischen Werte
wurden den internationalen Vereinbarungen entsprechend abgeliefert.
r ) Global Atmospheric Research Programme