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Full text: Jahresbericht 1976-1977

Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum 
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Im DOD-Archiv befanden sich am Ende des Berichtszeitraumes: 
— 577 000 Records mit Meßwerten von deutschen Forschungsschiffen (Tem 
peratur, Salzgehalt und verschiedene chemische Para 
meter von hydrographischen Schöpferproben, STD-Gerä- 
ten oder BT und X-BT); 
— 1 024 000 Records mit Beobachtungen von den deutschen Feuerschiffen 
(Temperatur, Salzgehalt, Beobachtungen der Oberflächen 
strömung in Verbindung mit dem Wind, ab 1969 auch 
Seegangswerte). 
Vom Weltdatenzentrum A erhielt das DOD sämtliche Daten der hydrographi 
schen Serien (Temperatur, Salzgehalt, chemische Werte) aus der Nordsee und 
die Neueingänge aus der Ostsee, die ausländische Stellen in diesen Seegebieten 
gewonnen haben. Damit besitzt das DOD einen vollständigen, 825 000 Records 
umfassenden Datensatz aus diesen beiden Gebieten. 
Am 31. 12. 1977 waren rund 2,6 Mill. Records deutscher und ausländischer mee- 
reskundlicher Daten gespeichert. 
Die Nutzung der im DOD gespeicherten Meßwerte war wiederum erfreulich groß. 
Etwa 380 000 Records, das sind 15 °/o des Datenarchivs des DOD, wurden Inter 
essenten für wissenschaftliche Arbeiten oder als Entscheidungshilfe zur Ver 
fügung gestellt. Das DOD lieferte sowohl die Einzelmeßwerte, als auch statisti 
sche Angaben (z. B. Mittelwerte, Extremwerte, Standardabweichungen). Die 
Werte wurden in Form von Datenlisten, auf Magnetband oder in einer graphi 
schen Darstellung bereitgestellt. Die Anfragen bezogen sich auf den Atlantischen 
Ozean mit Davis-Straße, Biskaya und Golf von Guinea sowie auf die Nordsee, 
die Ostsee und das Mittelmeer. Die Meßwerte wurden angefordert von deutschen 
Behörden, Universitätsinstituten und Industrieunternehmen sowie von auslän 
dischen Stellen und zwischenstaatlichen Organisationen. 
Das DOD wurde nicht nur als Datenlieferant genutzt, sondern auch als zentrale 
Koordinierungsstelle und als Beratungsorgan für die Archivierung und den Aus 
tausch von ozeanographischen Daten herangezogen. 
Neben den Routinearbeiten hatte das DOD zusätzliche spezielle Aufgaben zu 
erfüllen: 
Die in den GARP*) Atlantic Tropical Experiment (GATE) gewonnenen Meßwerte 
wurden vom DOD in ein Datensystem übertragen, das speziell für dieses Unter 
nehmen entworfen worden war (GATE-Datenformat). Das DOD hat Software 
für die Konvertierung und die Qualitätskontrolle der Daten entwickelt. Das 
GATE-Datenformat ermöglichte es, einen heterogenen Datensatz aus meteorolo 
gischen und ozeanographischen Meßwerten in demselben Format abzuspeichern 
und in den GATE-Archiven in Ashville/USA und Moskau zusammenzutragen. 
Das DOD konnte die Verarbeitung der GATE-Daten im September 1977 ab 
schließen. Alle von deutscher Seite gemessenen ozeanographischen Werte 
wurden den internationalen Vereinbarungen entsprechend abgeliefert. 
r ) Global Atmospheric Research Programme
	        
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