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Full text: Jahresbericht 1976-1977

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31./32. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1976/77 
schlossen. Die Nachträge zu den 3 Bänden des Nautischen Funkdienstes und zum 
Sprechfunk für Küstenschiffahrt erschienen monatlich. Als Sonderveröffent 
lichungen für die nichtausrüstungspflichtigen Schiffe wurde außer dem „Jacht 
funkdienst Nord- und Ostsee" und dem „Wetter- und Warnfunk" 1977 erstmalig 
der „Jachtfunkdienst Mittelmeer" herausgegeben. Die wöchentliche Auflage der 
„Nachrichten für Seefahrer" (NfS) betrug 3900. Auch an dieser 
Stelle sei den zahlreichen Kapitänen und Offizieren gedankt, die mit nautischen 
Berichten die Arbeit des DHI unterstützen. 
Die oben dargestellte internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der nau 
tischen Veröffentlichungen, an der sich das DHI rege beteiligt, nützt auch ihm 
selbst. So wurden weitere internationale Karten in das deutsche Seekarten 
werk übernommen, das durch 106 neue Karten, 236 neue Ausgaben, 393 berich 
tigte Nachdrucke und 347 Deckblätter laufendgehalten wurde. Sehr umfangreich 
waren die kartographischen Arbeiten für den Bereich der westlichen Ostsee, da 
hier neue Schiffahrtswege, Verkehrstrennungsgebiete und Tiefwasserwege einge 
richtet würden. Erhebliche Mehrarbeit verursacht die Umstellung auf das Be 
tonnungssystem „A", die im April 1977 in der Straße von Dover begonnen wurde. 
Das Angebot an Hyperbelnavigationskarten wurde erweitert. Die Decca-Aus- 
gaben werden seit Juni 1976 durch die NfS laufend berichtigt und sind damit 
vollwertige Navigationskarten. In den beiden Berichtsjahren wurden 868 411 
Seekarten und 1 010 485 nautische Veröffentlichungen (Seebücher und Periodika) 
ausgeliefert. 
Um die kartographischen Arbeiten zu rationalisieren wurde ein „Interaktives 
Digitalisier- und Datenkorrektur-System" beschafft. Hiermit können Karten und 
Pläne digitalisiert gespeichert und berichtigt werden. Zwei angeschlossene 
Zeichenautomaten zeichnen Karten in jedem gewünschten Maßstab aus. Die 
Seevermessungsdaten werden schon seit einiger Zeit automatisch erfaßt und 
ausgewertet. 
Zur Ortsbestimmung bei der Seevermessung bemühte sich das DHI 1976 
gemeinsam mit niederländischen Dienststellen um die Erprobung und Auswahl 
eines neuen Funkortungssystems. Das Vermessungs- und Forschungsschiff 
„Komet" und das Vermessungsschiff "Süderoog" liefen insgesamt mehr 
als 30 000 Seemeilen Lotungslinien in Nord- und Ostsee ab. Die Vermessungs 
und Wracksuchschiffe „Atair" und „Wega" überprüften in Nord-, und 
Ostsee 161 bekannte Wracks und untersuchten zahlreiche Positionen, auf denen 
Unterwasserhindernisse vermutet wurden; dabei wurden 47 neue Wracks ge 
funden. 
32 Fahrten in Nord- und Ostsee unternahm das Vermessungs- und Forschungs 
schiff „Gauß“ , um das Meerwasser auf Radioaktivität und sonstige schäd 
liche Beimengungen zu überwachen, geologische und ozeanographische Untersu 
chungen vorzunehmen sowie Baumuster von Ortungsfunkanlagen zu prüfen. Im 
September 1977 beteiligte sich „Gauß" gemeinsam mit Schiffen aller Ostsee 
anliegerstaaten an BOSEX '77*), einem Programm zur Untersuchung der Ostsee 
verschmutzung. 
: ) Baltic Open Sea Experiment
	        
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