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Full text: Jahresbericht 1976-1977

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31./32. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1976/77 
werden. Diese Maßnahme ist für den Radarbeobachter sehr wirkungsvoll, berührt 
jedoch auch Sicherheitsaspekte der Radaraussage und mußte daher eingehend 
untersucht werden. 
Die in dem IMCO-Dokument COM XVIII/4 geforderte Vereinheitlichung der 
Seenotalarmsignale der funktechnischen Hilfsmittel entspricht nicht 
in allen-Punkten den praktischen Erfahrungen und erforderte daher umfangreiche 
Untersuchungen, die u. a. zu einem gemeinsamen Meßprogramm mit der US 
Coast Guard führten. Darauf wurde ein Grundsatzpapier erstellt und von der 
Bundesrepublik Deutschland zur 18. Sitzung des Unterausschusses „Seefunk" der 
IMCO (28. November bis 2. Dezember 1977) in London vorgelegt. 
Mit einer Erprobung an Aktivantennen mit und ohne Mehrfachverteiler 
sollte die Verbesserung der Empfangsleistung bei Kommunikations- und Ortungs 
funkanlagen sowie die Verminderung des bisher erforderlichen Antennenauf 
wandes auf Seeschiffen erreicht werden. Grundsätzlich konnte die Funktions 
fähigkeit auf FS „Meteor" und im Labor nachgewiesen werden. Einige Mängel 
werden in Zusammenarbeit mit der Industrie beseitigt. 
Zur Auswahl eines geeigneten Funkortungsverfahrens zur sicheren 
Führung und zum exakten Aufzeichnen der Fahrtstrecke größerer Fährschiffe 
auch in engen Hafengewässern wurden die auf dem Fährschiff „Deutschland" 
zwischen Puttgarden und Rodby zunächst mit Decca-Navigator begonnenen Ver 
suche mit Miniranger fortgesetzt. 
An nicht-navigatorischen Ortungsfunkanlagen wurden vergleichende Unter 
suchungen angestellt, um die Auswahl eines Verfahrens zur Neubedeckung der 
deutschen Küstengewässer für Zwecke der Seevermessung zu erreichen. Im Zu 
sammenwirken mit der WSD-Nord und der Bundesmarine wurden Hi-Fix/6 und 
Syledis untersucht. Die größte Schwierigkeit bei Syledis besteht in der Zuwei 
sung einer Betriebsfrequenz im Bereich von 420 MHz bis 450 MHz durch die 
Deutsche Bundespost. 
Zusammen mit anderen Behörden und internationalen Organisationen arbeitete 
das DHI weiterhin an den Vorbereitungen für das internationale Nachrichten 
satellitensystem INMARSAT mit, um die Einbeziehung des Seenot- 
f u n k s in den Satellitenseefunk der Zukunft zu unterstützen. 
Aufgrund der Erfahrungen bei der Baumusterprüfung von Omega-Anlagen 
wurde die Verlagerung arbeitsintensiver' Anteile der Prüfung auf einen Rechner 
eingeleitet. Als Vorbereitung auf die Prüfung rechnergestützter Omega-Anlagen 
wurde damit begonnen, Referenzsoftware zu erstellen. 
Für die als Referenz bei der Baumusterprüfung von Ortungsfunkanlagen benö 
tigten Navigationshilfen und Vermessungsverfahren wurde ein Interface ent 
worfen und aufgebaut. Es gewährleistet, daß alle Informationen zeitgleich in den 
Rechner übernommen werden können. Zur Übernahme der Kr'eiselinformation 
wurde eine elektronische Digitalkreiseltochter entworfen und aufgebaut. 
Um den Omega-Meßplatz auch für on-line-Darstellung der Schiffsbewegung über 
Grund und im Mercator-Netz sowie zur Ermittlung der Geschwindigkeit ein- 
setzen zu können, mußten umfangreiche Rechenprogramme geschrieben und ge 
testet werden. Es ist jetzt möglich, on-line aus den Verfahren Omega, Decca und 
Hi-Fix die Schiffsbewegung in Mercator-Netzen jeglichen Maßstabes darzu
	        
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