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Full text: Jahresbericht 1976-1977

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31./32. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1976/77 
licher Konzentration ermittelt. Die gewonnenen Ergebnisse dienten als Grund 
lage für zwei Seehandbuchbeiträge über Eis und für eine für das Wasser- und 
Schiffahrtsamt Kiel vorgenommene statistische Untersuchung über die Eismenge 
auf den Seewegen der westlichen Ostsee. 
2.4.9.3 Sonstige Arbeiten 
Die WMO (World Meteorological Organization) beabsichtigt seit längerer Zeit, 
die regional sehr unterschiedlichen Eissymbole in Kartendarstellungen durch ein 
international einheitliches System zu ersetzen. Die von ihr vorgeschlagenen 
neuen Symbole, an deren Entwicklung das DHI mitgewirkt hat, wurden mit 
gutem Erfolg auf ihre Anwendbarkeit überprüft. In Zusammenarbeit mit dem 
dänischen und schwedischen Eisdienst hat das DHI einen neuen Östsee-Eiskode 
ausgearbeitet, der von allen Ostsee-Anliegerstaaten im Winter 1977/78 getestet 
werden soll. 
Zur Verbesserung der eigenen Eisbeobachtungen auf See wurde ein besonderes 
Beobachtungsformular entworfen und als Heft über das Wasser- und Schiffahrts 
amt Kiel an mehrere für die Eisfahrt geeignete Schiffe verteilt. 
Für die Neuauflage des Nordsee-Handbuches, südlicher Teil, und des Ostsee- 
Handbuches, IV. Teil, wurde der Beitrag über Eis überarbeitet und das Eisvor 
kommen nach neuen statistischen Unterlagen beschrieben. Das Ostsee-Handbuch 
enthält erstmalig graphische und Kartendarstellungen von der Häufigkeit der 
wichtigsten Eisparameter. Für die Neuauflage des Seehandbuches Ostküste 
Nordamerika, II. Teil, wurden die Angaben über Eis überarbeitet. 
13 Gutachten über Eis waren anzufertigen. 
2.4.9.4 Fernerkundung 
Der Aufwand für die seit 1972 beim Fachgebiet liegende Koordinierung von 
ozeanographischen Fragen bei der Fernerkundung erhöhte sich erheblich. Im 
Mittelpunkt stand die Koordinierung des vom BMFT geförderten „Erdwissen 
schaftlichen Flugzeugmeßprogramms". Ein Meßflugzeug der Deutschen For- 
schungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt, das mit besonderen 
Sensoren und Kameras ausgerüstet war, machte an fünf Tagen multispektrale 
Aufnahmen im sichtbaren Licht und Infrarot von der Wasseroberfläche der 
Deutschen Bucht. Gleichzeitig untersuchten 27 Wissenschaftler und Techniker 
(davon 19 Angehörige des DHI) aus fünf Instituten mit dem VFS „Gauß" die 
Oberflächentemperatur, den Seegang, die chemische Verschmutzung, Farbe und 
Trübung des Meerwassers sowie seinen Schwebstoff- und Chlorophyllgehalt. 
Großräumige hydrographische sowie radiometrische und meteorologische 
Messungen ergänzten das Programm. Die Ergebnisse sind den Beiträgen der 
Abteilung Meereskunde zu entnehmen (Abschn. 2.3.2.1, 2.3.6.4 u. 2.3.10). 
In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde an der Aufstellung nationaler und 
internationaler Fernerkundungsprogramme mitgearbeitet, vor allem beim DFG- 
Schwerpunktprogramm „Fernerkundung", beim EURASEP-Projekt (European 
Association of Scientists for Experiments on Pollution) des EG-Forschungszen- 
trums Ispra und beim EARSeL-Programm (European Association of Remote 
Sensing Laboratories) zur Nutzung der Daten des Satelliten SEASAT-A.
	        
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