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Full text: Jahresbericht 1976-1977

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31./32. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1976/77 
Es wird als sicher angenommen, daß diese Abweichungen auf das Funktionsprin 
zip der direkten Anzeige zurückzuführen sind. Daher wird das ältere Protonen 
magnetometer V 4931 modernisiert. Um unter anderem die Empfindlichkeit des 
Gerätes den höheren Anforderungen anzupassen, ist eine Funktionseinheit im 
Bau, die den Vorwahlzähler und den Referenzquarz dieses Gerätes ersetzen 
werden. Die tägliche Messung der Totalintensität zur Zeit 2 Uhr UT wurde 
möglichst mit dem Protonenmagnetometer V 4931 durchgeführt. Ein Ersatz durch 
das Protonenmagnetometer V 75 fand nur dann statt, wenn das V 4931 nicht zur 
Verfügung stand. Die aus einem Langzeitvergleich abgeleiteten systematischen 
Fehler wurden dann als Korrektionen angebracht. 
Unter Federführung des Observatoriums Wingst wurde der Momentanwert- 
Vergleich mit 17 europäischen Observatorien fortgesetzt. Die zentrale Aus 
wertung erfolgte mit Hilfe der Rechenanlage des DHI, die Monatsmittel der 
Differenzen wurden den beteiligten Stationen zugänglich gemacht. 
An den Variometern waren größere Eingriffe nicht erforderlich. Um die durch 
die Säkularvariation bedingten Änderungen auszugleichen, wurden die Reg.i- 
strierhöhen der Deklination und der Horizontalintensität Anfang 1976 und die 
der Vertikalintensität Anfang 1977 justiert. Die Installationsarbeiten der digi 
talen Datenerfassungsanlage wurden fortgesetzt. 
Um die Zeitspanne zwischen Beobachtung und Veröffentlichung zu verkürzen, 
werden die numerischen Ergebnisse nicht mehr in Form von Doppeljahrbüchern 
veröffentlicht, sondern gemeinsam mit den Magnetogrammen jährlich heraus 
gegeben. Erschienen sind im Laufe der Berichtsjahre die Erdmagnetischen Jahr 
bücher Nr. 19, 20 und 21 der Jahre 1973, 1974 und 1975. Die Vorarbeiten für das 
Jahrbuch Nr. 22 des Jahres 1976 sind abgeschlossen. 
Wie in den Vorjahren wurde monatlich ein Bericht über die magnetische 
Aktivität herausgegeben und an 95 Stellen des In- und Auslandes verschickt. 
Außerdem wurden die Kennziffern im Monthly Report des Forschungsinstitutes 
der Deutschen Bundespost veröffentlicht. Die zuständigen internationalen Daten 
zentren und andere interessierte Stellen erhielten monatlich die Teilkennziffern 
der Deklination und der Horizontalintensität sowie einen Bericht über die 
besonderen Effekte und Pulsationen, außerdem vierteljährlich die vorläufigen 
Tages- und Monatsmittel der erdmagnetischen Elemente. Mikrofilme der Regi 
strierungen des Haupt- und Pulsationssystems wurden den Weltdatenzentren 
vierteljährlich zugesandt. 
Kopien der Magnetogramme erhielten regelmäßig das Institut für Geophysik der 
Universität Göttingen, das Adolf-Schmidt-Observatorium Niemegk, die Gesell 
schaft für Praktische Lagerstättenforschung Hannover und auf Anforderung auch 
andere Institute des In- und Auslandes. 
Die Zusammenarbeit innerhalb der „Arbeitsgemeinschaft Ionosphäre der deut 
schen geophysikalischen Institute 11 und der URSI (Union Radio Scientifique 
Internationale) wurde fortgesetzt. 
Eine Registrierapparatur für Pulsationen des Instituts für Geophysik der Univer 
sität Göttingen wurde weiterhin betreut. Dieses Institut sowie das Institut für 
Geophysik der Universität Münster nutzten die Einrichtungen des Observa 
toriums, um transportable Induktionsspulen-Magnetometer zu kalibrieren.
	        
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