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Full text: Jahresbericht 1976-1977

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31./32. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1976/77 
Listen, enthalten sind sowohl über Stoffe, deren Einbringung grundsätzlich ver 
boten ist, als auch von solchen, die besonders sorgfältig zu behandeln sind und 
nur unter bestimmten Bedingungen ins Meer eingebracht werden dürfen. 
Das DHI wirkte in Arbeitsgruppen des Bundes und der Länder mit, die sich mit 
der Erfüllung oder den Auswirkungen des o. a. Gesetzes befassen, und war in 
internationalen wissenschaftlich-technischen Beratergruppen beteiligt an der 
Ausarbeitung von Maßnahmen, die zum Schutze der Meere : vorgeschlagen 
werden sollen (z. B. Richtlinienentwurf für Abfälle aus der Ti02-Produktion, 
Richtlinien für den Betrieb von Abfallverbrennungsschiffen, Entwicklung von 
Testverfahren). 
2.3.10 Fachgebiet M 10: Anwendung meereskundlicher Erkenntnisse auf 
Überwachungsaufgaben 
Die zunehmende Bedeutung der Überwachungsaufgaben des DHI auf dem Gebiet 
der Abfallversenkung und die Notwendigkeit der Einbeziehung aller gegen 
wärtigen meereskundlichen Erkenntnisse bei der Erteilung von entsprechenden 
Erlaubnissen machte eine enge Koordinierung der einschlägigen Arbeiten ver 
schiedener Fachgebiete und eine Zusammenfassung meereskundlicher Ergebnisse 
nationaler und internationaler Expertengruppen notwendig. Das Fachgebiet 
wurde deshalb im September 1977 errichtet. 
1976/77 beteiligte sich das DHI an zwei Fernerkundungsprogrammen, einem vom 
BMFT unterstützten Flugzeugmeßprogramm in der Deutschen Bucht und einem 
von der Europäischen Gemeinschaft vor der belgischen Küste durchgeführten 
Experiment zur Simulation des im Satelliten NIMBUS-G vorgesehenen optischen 
Scanners (Coastal Zone Colour Scanner, CZCS). In beiden Fällen Wurden optische 
Messungen auf den jeweiligen Teststrecken auf See durchgeführt, deren Ergeb 
nisse — als sog. "sea-truth"-Werte — für den Vergleich mit von den Scannern 
ermittelten Daten geeignet sind (vgl. Abschn. 2.3.2.1, 2.3.6.4, 2.4.9.4). 
Bei den Messungen (sowohl bei den o. a. Experimenten, als auch bei einer Fahrt 
mit VFS „Gauß" vom 27. 9. bis 4. 10. 1977 in die Deutsche Bucht) wurde ein im 
Berichtszeitraum entwickeltes vollautomatisches Verfahren zur kontinuierlichen 
Registrierung der Farbe und Trübung des Wassers angewandt. 
Die bisherigen Auswertungen haben gezeigt, daß die Erfassung der Trübungsver 
hältnisse in der oberflächennahen Schicht — in guter Korrelation zu gleichzeitig 
durchgeführten Messungen suspendierter Sedimente — möglich ist. Eine Nutzung 
von Daten optischer Scanner aus Flugzeug- oder Satellitenaufnahmen für die 
Kontrolle der Versenkung von Abfällen erscheint somit erfolgversprechend. An 
der Entwicklung von Programmsystemen zur digitalen Bildverarbeitung der 
Scanneraufnahmen wird gearbeitet. 
Neben den Untersuchungen im Rahmen der Fernerkundungsprogramme wurde an 
einem Programmsystem zur Auswertung ozeanographischer Quantameter- 
Messungen gearbeitet und ein auslegbarer, automatisch registrierender Trübungs 
messer entwickelt.
	        
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