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Full text: Jahresbericht 1976-1977

Seevermessung und Seekartenwerk 
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die dabei für das Seekartenwerk ausgeloteten Fahrtstrecken sind in der unten 
stehenden Tabelle aufgeführt. 
Das Vermessungs- und Forschungsschiff „G auß" unternahm 1976 und 1977 je 16 
Forschungs- und Erprobungsfahrten in die Nord- und Ostsee. Zweck dieser 
Fahrten waren Routineuntersuchungen über Meeresströmungen, die Radioakti 
vität und Chemie des Meeres und die Geologie, Morphologie und Physik des 
Meeresbodens; außerdem wurden Baumuster von Ortungsfunkanlagen geprüft 
und ozeanographische Meßgeräte und Meßmethoden erprobt. 
Gleichzeitig mit der Auslotung und Wracksuche im Südteil des Pentland-Weges 
wurden 1976 mit dem Vermessungs- und Forschungsschiff „Korne t" auf 40 
Stationen in der Deutschen Bucht radiologische Messungen durchgeführt. Die 
Stationen lagen zwischen 53° 45' N und 55° 00' N sowie zwischen 04° 00' E und 
07° 30' E. 
Die Vermessungs- und Wracksuchschiffe „A t a i r“ und „W e g a" beteiligten 
sich 1976 und 1977 mehrmals an Forschungs- und Versuchsfahrten 'in der Nord- 
und Ostsee. 
2.2.1.2 Vermessungsarbeiten 
Da das „Untersuchungsprogramm zur Küstenforschung" die Wiederholung von 
Vermessungen der Wattflächen nach jeweils 5 Jahren vorsieht und ein 5jähriger 
Zyklus auch den Anforderungen der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung genügt, 
wurde der bisher 3jährige Zyklus für die Wattvermessungen des DHI 1977 auf 
gegeben. Die dadurch freigewordenen Kapazitäten ermöglichen eine jährliche 
Vermessung der Fahrwasser und angrenzenden Gewässer, was die Qualität und 
Aktualität der Seekarten weiter verbessern wird. In der Nordsee und für die im 
Bereich der deutschen Ostseeküste erforderlichen Kontrollvermessungen fuhren 
das VFS „K o m e t" und das VS „Süderoo g" 10 109 sm (1976) bzw. 20 622 sm 
(1977) Lotungsprofile (vgl. Tab. und Abb. 2). 
2.2.1.3 Wracksuche 
Für die Wracksuche und Wrackkontrollen wurden wie bisher die beiden mit 
Leichttaucherausrüstungen ausgestatteten Schiffe „Atair" und „Wega“ ein 
gesetzt. 
2.2.2 Automation in der Seevermessung und im Seekartenwerk 
Die im Jahre 1974 begonnenen Erprobungen des elektronischen Tachymeters 
AGA-Geodimeter 700 wurden auch 1976 und 1977 fortgesetzt. Während für ge 
schützte Gebiete die früheren guten Ergebnisse bestätigt wurden, zeigte sich die 
Grenze der Leistungsfähigkeit des Gerätes beim Einsatz im Seeraum um Helgo 
land. Bei mittleren bis mäßigen Sichtverhältnissen und bewegter See bereitete 
das kontinuierliche Verfolgen des Reflektors auf dem Boot mit Hilfe des Fern 
rohres des Tachymeters Schwierigkeiten, und es konnten nur noch Reichweiten 
bis zu 2,3 km erzielt werden.
	        
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