Deutsches Ozeanographiscb.es Datenzentram
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bestand auf etwa 1,3 Mill. Records (ca. 8 Mill. Informationen). Alle Daten sind auf
Magnetband gespeichert. Davon sind:
— 328 000 Records mit Meßwerten von deutschen Forschungsschiffen (Tem
peratur, Salzgehalt und div. chemische Parameter, BT/
XBT-Werte);
— 820 000 Records mit Beobachtungen von den deutschen Feuerschiffen
(Temperatur, Salzgehalt, Beobachtungen der Oberflächen
strömung in Verbindung mit dem Wind, ab 1969 auch See
gang) ;
— 150 000 Records mit ausländischen Meßwerten aus der Ostsee, die das
DOD vom Weltdatenzentrum erhielt (Temperatur, Salz
gehalt und div. chemische Parameter) .
Die Anzahl der vom DOD abgerufenen Daten erreichte im Berichtszeitraum
einen bislang nicht gekannten Umfang. Etwa 400 000 Records, das sind 30 % des
gesamten Datenarchivs, wurden Interessenten für wissenschaftliche Arbeiten zur
Verfügung gestellt. Das DOD lieferte sowohl die Originalmeßwerte als auch stati
stische Angaben. Die Werte wurden in Form von Datenlisten, auf Datenträgern
(überwiegend auf Magnetband) oder in einer graphischen Darstellung (Computer
plot) bereitgestellt. Die Anfragen bezogen sich auf den gesamten Nordatlanti
schen Ozean sowie auf die Nordsee, die Ostsee und den Persischen Golf. Die
Meßwerte wurden angefordert von Bundesbehörden, Universitätsinstituten, von
der Industrie und von ausländischen Stellen.
Neben den Routinearbeiten hatte das DOD zwei zusätzliche spezielle Aufgaben
zu erfüllen:
1) Die für das GARP *) Atlantic Tropical Experiment (GATE) getroffenen Ver
einbarungen über die Datenverarbeitung und den Datenaustausch für die Meeres
forschung waren zu erfüllen. Mit Hilfe eines neu entwickelten Datenformats
konnte dieser Datenaustausch auch auf solche Meßwerte ausgedehnt werden, die
bisher nicht ihren Weg in den Routineaustausch gefunden hatten (z. B. Strömungs
meßwerte, Seegangsdaten). Der internationale Austausch ozeanographischer
Daten hat durch das Datenmanagement für GATE wertvolle Impulse erhalten.
2) Im Januar 1975 wurde von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen
Kommission (IOC) und der Meteorologischen Weltorganisation (WMO) das
IGOSS **) Marine Pollution (Petroleum) Monitoring Pilot Project gestartet. In
enger Zusammenarbeit mit dem Seewetteramt Hamburg des Deutschen Wetter
dienstes wurden Handelsschiffe, Fischereifahrzeuge und Forschungsschiffe mit
Protokollbögen ausgerüstet, in die Beobachtungen über Ölverschmutzungen an
der Meeresoberfläche einzutragen waren. Bis zum 31. 12. 1975 hatten 101 Schiffe
rund 9 000 Terminbeobachtungen an das DOD abgeliefert. Die Daten wurden auf
Magnetband übertragen und gemäß internationaler Vereinbarung an das IGOSS-
Datenzentrum in Washington (U. S. National Oceanographic Data Centre) abge
*) Global Atmospheric Research Programme
**) Integrated Global Ocean Station System