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Full text: Jahresbericht 1974-1975

Deutsches Ozeanographiscb.es Datenzentram 
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bestand auf etwa 1,3 Mill. Records (ca. 8 Mill. Informationen). Alle Daten sind auf 
Magnetband gespeichert. Davon sind: 
— 328 000 Records mit Meßwerten von deutschen Forschungsschiffen (Tem 
peratur, Salzgehalt und div. chemische Parameter, BT/ 
XBT-Werte); 
— 820 000 Records mit Beobachtungen von den deutschen Feuerschiffen 
(Temperatur, Salzgehalt, Beobachtungen der Oberflächen 
strömung in Verbindung mit dem Wind, ab 1969 auch See 
gang) ; 
— 150 000 Records mit ausländischen Meßwerten aus der Ostsee, die das 
DOD vom Weltdatenzentrum erhielt (Temperatur, Salz 
gehalt und div. chemische Parameter) . 
Die Anzahl der vom DOD abgerufenen Daten erreichte im Berichtszeitraum 
einen bislang nicht gekannten Umfang. Etwa 400 000 Records, das sind 30 % des 
gesamten Datenarchivs, wurden Interessenten für wissenschaftliche Arbeiten zur 
Verfügung gestellt. Das DOD lieferte sowohl die Originalmeßwerte als auch stati 
stische Angaben. Die Werte wurden in Form von Datenlisten, auf Datenträgern 
(überwiegend auf Magnetband) oder in einer graphischen Darstellung (Computer 
plot) bereitgestellt. Die Anfragen bezogen sich auf den gesamten Nordatlanti 
schen Ozean sowie auf die Nordsee, die Ostsee und den Persischen Golf. Die 
Meßwerte wurden angefordert von Bundesbehörden, Universitätsinstituten, von 
der Industrie und von ausländischen Stellen. 
Neben den Routinearbeiten hatte das DOD zwei zusätzliche spezielle Aufgaben 
zu erfüllen: 
1) Die für das GARP *) Atlantic Tropical Experiment (GATE) getroffenen Ver 
einbarungen über die Datenverarbeitung und den Datenaustausch für die Meeres 
forschung waren zu erfüllen. Mit Hilfe eines neu entwickelten Datenformats 
konnte dieser Datenaustausch auch auf solche Meßwerte ausgedehnt werden, die 
bisher nicht ihren Weg in den Routineaustausch gefunden hatten (z. B. Strömungs 
meßwerte, Seegangsdaten). Der internationale Austausch ozeanographischer 
Daten hat durch das Datenmanagement für GATE wertvolle Impulse erhalten. 
2) Im Januar 1975 wurde von der Zwischenstaatlichen Ozeanographischen 
Kommission (IOC) und der Meteorologischen Weltorganisation (WMO) das 
IGOSS **) Marine Pollution (Petroleum) Monitoring Pilot Project gestartet. In 
enger Zusammenarbeit mit dem Seewetteramt Hamburg des Deutschen Wetter 
dienstes wurden Handelsschiffe, Fischereifahrzeuge und Forschungsschiffe mit 
Protokollbögen ausgerüstet, in die Beobachtungen über Ölverschmutzungen an 
der Meeresoberfläche einzutragen waren. Bis zum 31. 12. 1975 hatten 101 Schiffe 
rund 9 000 Terminbeobachtungen an das DOD abgeliefert. Die Daten wurden auf 
Magnetband übertragen und gemäß internationaler Vereinbarung an das IGOSS- 
Datenzentrum in Washington (U. S. National Oceanographic Data Centre) abge 
*) Global Atmospheric Research Programme 
**) Integrated Global Ocean Station System
	        
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