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Full text: Jahresbericht 1974-1975

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29./30. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1974/75 
(Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft der Universität Hamburg) 
geleitet wurde, standen vergleichende Untersuchungen des Benthos im Auftriebs 
gebiet. 
Mit der 3 7. Fahrt (7. 4.—-23. 5. 75) beteiligte sich „Meteor" gemeinsam mit den 
Forschungskuttern „Alkor" und „Hermann Wattenberg", dem WFS „Planet und 
dem Tonnenleger „Max Waldeck" an Vorarbeiten zum 1976 beginnenden inter 
nationalen Programm für die Untersuchung der Ostseeverschmutzung. Hauptauf 
gaben des Unternehmens Baltic '75 waren meteorologische und physikalische 
Untersuchungen über die Wechselwirkung zwischen Atmosphäre und Ozean, bio 
logisch-chemische Untersuchungen in der Bornholmsee sowie geologische Unter 
suchungen zur Entwicklungsgeschichte nacheiszeitlicher Sedimente. Expeditions 
leiter war Prof. Dr. K. Graßhoff vom Institut für Meereskunde an der Universität 
Kiel. 
Die Fahrt Nr. 38 diente zwei unterschiedlichen Programmen: Vom 9. 6. bis 
18. 7. 75 leiteten Prof. Dr. K. Vollbrecht und Dr. K. Figge vom DHI geologische 
und geophysikalische Untersuchungen im Bereich des Island-Färöer-Rückens 
(vgl. Abschn. B. III. 7.). Der zweite Teil dieser Fahrt (11.8.—2.9.75), den Prof. 
Dr. H. Weidemann (DHI) leitete, führte in die nördliche Nordsee zu vorbereiten 
den Untersuchungen für die internationale Expedition FLEX '76; durch dieses 
„Fladengrund-Experiment" möchte man den Einfluß von Strömungen, Ver 
mischung und Schichtung auf meereschemische und meeresbiologische Vorgänge 
kennenlernen (vgl. Abschn. B. III.). 
Fahrt Nr. 39 (22. 10,—20. 12. 75) führte vor die westafrikanische Küste. Ins 
gesamt wurden nahezu 3000 km geophysikalische Profile gefahren, die seismisch, 
gravimetrisch und magnetometrisch vermessen wurden. Nördlich der kana 
rischen Inseln wurde auf einem breiten Profilstreifen von Ifni—Agadir über die 
Salvages-Inseln hinaus die Struktur des Untergrundes untersucht. Südlich davon 
konzentrierten sich die Untersuchungen auf Struktur und Sedimente des oberen 
Kontinentalrandes vor der Sahara. Prof. Dr. E. Seibold Vom Geologischen Institut 
der Universität Kiel koordinierte die Fahrt und leitete den 2. Fahrtabschnitt, 
Prof. Dr. K. Hinz von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in 
Hannover war für den 1. Abschnitt verantwortlich. 
Ein von der DFG finanziertes Integriertes Navigations- und Datenerfassungs 
system (INDAS) wurde eingebaut und in Betrieb genommen. 
II. DEUTSCHES OZEANOGRAPHISCHES DATENZENTRUM (DOD) 
Die Entwicklung des Datenarchivs im DOD machte im Berichtszeitraum gute Fort 
schritte. Neben der Ergänzung durch Daten der neueren Forschungsreisen wurde 
besonderer Wert auf die Einbeziehung älterer Daten aus der Nord- und der Ost 
see sowie auf die Vervollständigung der bereits gespeicherten Zeitreihen-Meß- 
werte aus dem deutschen Küstenvorfeld gelegt. Insgesamt konnten in den beiden 
vergangenen Jahren 300 000 Records (etwa identisch mit Beobachtungen zu 
einem bestimmten Termin oder in einer bestimmten Wassertiefe) mit ozeano- 
graphischen Meßwerten in das Archiv eingereiht werden. Damit wuchs der Daten
	        
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