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29./30. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1974/75
Verfahrensuntersuchungen an L o r a n - C wurden fortgesetzt. Dabei zeigte sich,
daß die betriebstechnische Sicherheit und die einfache Bedienbarkeit der Geräte
das Loran-C-Verfahren zu einem auch für die zivile Schiffahrt zuverlässigen und
wirtschaftlichen Navigationsverfahren werden ließen. Mit den dabei gewonnenen
Erfahrungen wird die Ergänzung der Prüfungs- und Zulassungsbedingungen vor
bereitet.
In Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen des Bundes und der Küstenländer
sowie der Bundesmarine wurde die Umstellung der Funkortungskette für die
Küstenvermessung von Hi-Fix auf H i - F i x / 6 vorbereitet.
Auf Antrag der Vertriebsfirmen wurden die ersten Baumusterprüfungen von
Omega- Navigationsanlagen vorgenommen, obwohl das Omega-Navigations
verfahren noch im Experimentierstadium betrieben wird. Die Prüfungs- und Zu
lassungsbedingungen wurden so gefaßt, daß auf die nach der SSV vorgeschrie
bene Erstprüfung verzichtet werden kann.
Um die Prüfmethoden an die technische Fortentwicklung der Anlagen anzupas
sen, wurden erste Versuche gemacht, Kurs und Fahrt des Schiffes automatisch
aus Messungen mit Ortungsfunkanlagen zu ermitteln.
Da die räumliche Konzentration elektronischer Anlagen unterschiedlicher Fre
quenz- und Leistungsbereiche erhebliche Probleme aufwirft, wurde die „elektro
magnetische Verträglichkeit" weiterhin intensiv untersucht.
b) Technischer Funkbetrieb
Die Funk- und Ortungsfunkanlagen der Forschungs-, Vermessungs- und Wrack
suchschiffe des DHI wurden gewartet und, soweit erforderlich, überholt. Bis auf
VFS „Komet" und eines der Wracksuchschiffe wurden alle Seefunkstellen den
Bestimmungen der „Weltweiten Funkverwaltungskonferenz für den Seefunk
dienst" (MWARC, Genf 1967) entsprechend umgerüstet bzw. zunächst die Aus
rüstungen für diesen Zweck beschafft.
Auf FS „Meteor" wurde eine INDAS-Anlage zur integrierten Navigation und
automatischen Datenerfassung eingebaut, die nach anfänglichen Schwierigkeiten
am Ende des Berichtszeitraumes abgenommen werden konnte.
4. Einzelprüfung nautischer Geräte und Instrumente
Aus Rationalisierungsgründen mußten folgende Außendienststellen aufgelöst
werden
Lübeck am 30. 6. 1974
Duisburg-Ruhrort am 15. 3. 1975
Cuxhaven am 30. 4. 1975
Im Berichtszeitraum wurden von den Prüfstellen in Hamburg und den Außen
dienststellen
1974 1975
17 745 17 022 Prüfungen an Land
2 797 3 978 Prüfungen an Bord
vorgenommen (vgl. untenstehende Tabellen).