Nautische Technik
71
den Anforderungen der Seestraßenordnung 1972 genügen. Ferner wurden die
Baumuster bereits zugelassener, jedoch verbesserter Positionslaternen für Fahr
zeuge unter 20,0 m Länge geprüft. 8 Gürtellinsentypen wurden auf ihre licht
technische Eignung für Positionslaternen untersucht und für den jeweiligen Ver
wendungszweck zugelassen.
Zwei Morsesignalleuchten sowie zwei Tagsignalsdieinwerfer werden zur Zeit
geprüft, ein Tagsignalseheinwerfer wurde zugleich als Suchscheinwerfer zugelas
sen, In Amtshilfe für die See-Berufsgenossenschaft wurde die lichttechnische Mu
sterprüfung von Rettungsliditem fortgesetzt.
Eine von einem Laternenhersteller entwickelte Energiebox für die Stromversor
gung von Positionslaternen auf Fahrzeugen unter 20,0 m Länge wurde zur Ver
wendung insbesondere auf Segelfahrzeügen empfohlen, Spannungskonstanthal
ter, die nachträglich in Positionslaternen für Fahrzeuge unter 20,0 m Länge einge
setzt werden können, werden zur Zeit erprobt. Sie verhindern, daß durch Über
spannung die Lebensdauer der Glühlampen verringert wird,
d) Echolote und Navigationsschallanlagen
Die Baumuster von vier Navigationsecholotanlagen wurden geprüft und zuge
lassen. Mit der Prüfung von drei weiteren Geräten wurde begonnen.
Die Schelfrandlotanlage auf „Meteor“ wurde erneuert und erweitert Und an die
INDAS-Anlage angeschlossen. Dabei erhöhte man u. a. die Sendeleistung von
5 kW auf 15 kW und baute eine Vorrichtung zur Veränderung der Bandbreite
ein, was eine genauere Echoerkennung und bessere Auflösung ermöglicht.
Mit den in der Versuchswerkstatt gebauten Hilfsgeräten war es erstmals möglich,
auch die Richtcharakteristiken von Echolot-Schallstrahlern in der Elbe und im
Wassertank zu messen.
Wie bisher wurden vermeintliche Untiefen-Registrierungen von Handelsschiffen,
daraufhin untersucht, ob sie auf technische Eigenschaften der verwendeten Lote
zurückzuführen sind.
Für die bevorstehende Baumusterprüfung von Schallsignalanlagen wurden die
ersten Vorbereitungen getroffen.
Im Rahmen des DFG-Forsdiungsauftrages zur Entwicklung eines Meßsystems für
die Orbitalbewegung der Wasserteilchen im Seegang wurde eine neue Meßsonde
im großen Meßkanal der Bundesanstalt für Wasserbau eingehend erprobt.
3. Funktechnische Hilfsmittel der Navigation
a) Wissenschaftliche und technische Arbeiten auf dem Gebiet des Ortungsfunks
Die Baumuster von 35 Radaranlagen, 24 Peilfunkanlagen, 5 Loran-C-Anlagen,
4 Omega-Anlagen sowie 2 Radarreflektoren wurden geprüft und zugelassen. Ein
Loran-C-Trackplotter wird noch erprobt.
Die Ergebnisse der Erst- und Wiederholungsprüfungen von Ortungsfunkanlagen
wurden ausgewertet; die Seeschiffsbestandsdatei wurde laufend ergänzt.