Geophysik und Astronomie
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8K auf 48 K Worte erweitert werden. Damit steht jetzt für die meisten unserer
Arbeiten ein genügend großer Kernspeicher zur Verfügung. Nach dem 1973 er
folgten Umbau der Zentraleinheit arbeitet die Hardware im wesentlichen ein
wandfrei. Nur bei den Magnetbandeinheiten traten wiederholt größere Stö
rungen auf, deren Ursachen demnächst bei einer Überholung der Anlage beseitigt
werden sollen.
Das Betriebssystem der Anlage wird weiterhin verbessert. Die Blockung von
Daten für Magnetbandaufzeichnungen wurde in Angriff genommen und bereits
provisorisch gelöst. Das wirkt sich vor allem günstig für das Deutsche Ozeano-
graphische Datenzentrum (DOD) aus: Datenmengen, die bisher auf 6 Magnet
bänder gespeichert werden mußten, lassen sich jetzt auf einem Band unter
bringen.
Für die Spektralanalyse sehr langer Zeitreihen wurde unter Anwendung der
Fast Fourier Transformation ein Programm entwickelt, mit dem jetzt Zeitreihen
mit bis zu 262 144 Werten in 90 Minuten analysiert werden können. Bei der
Analyse von 30jährigen Reihen stündlicher Wasserstandsbeobachtungen wurden
so etwa 180 Partialtiden mit Amplituden zwischen 0,2 und 130 cm gefunden.
Bei der Neubearbeitung des Gezeitenpotentials (siehe G 1) übernahm das Fach
gebiet die Organisation und Programmierung der sehr komplizierten Rechnung.
Für die Rechenanlage H632 liegen jetzt ungefähr 500 getestete Anwenderpro
gramme vor. Sie wurden teils von den Mitarbeitern des Fachgebiets, zum über
wiegenden Teil von den Benutzern selbst geschrieben. Beim Testen ihrer Pro
gramme nahmen die Benutzer den Beratungsdienst der Rechenanlage intensiv
in Anspruch.
Die Rechenzeit für die Anwenderprogramme verteilt sich wie folgt auf die
einzelnen Abteilungen und auf andere Behörden:
Seevermessung und Seekartenwerk 13,7 %
Meereskunde 35,4 %
Geophysik und Astronomie 33,6%
Nautische Technik 0,2 %
Verwaltung und Bibliothek 1,2 %
Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum 14,6%
Bundesministerium für Verkehr 0,5%
Wasser- und Schiffahrtsdirektion Hamburg 0,8 %
Entsprechend einer Empfehlung des Bundesrechnungshofes hat der Bundes
minister für Verkehr vorgesehen, im Jahr 1980 ein gemeinsames Rechenzentrum
beim DHI einzurichten, das den Rechenbedarf des Seewetteramtes, des Deutschen
Ozeanographischen Datenzentrums und des DHI befriedigen soll. Mit den Pla
nungsarbeiten für dieses Rechenzentrum wurde im Herbst 1975 begonnen.
6. Fachgebiet G 6: Marine Geophysik
Durch Uberschreibung von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Roh
stoffe wurde der Gerätebestand des FS „Meteor" um das moderne Gravimeter
modell Gss 3 Nr, 55 erweitert, das an die vorhandene Datenerfassungsanlage