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Full text: Jahresbericht 1974-1975

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29./30. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1974/75 
Für 1974 fanden wir für die bekanntesten Schadstoffe Dieldrin, p. p'-DDT 
und PCB folgende Mittelwerte (in 10- 9 g/kg) im Oberflächenwasser: 
Dieldrin 
p. p'-DDT 
PCB 
Deutsche Bucht 
0,34 
0,31 
3,16 
Westl. Ostsee 
0,17 
0,16 
2,86 
Die Angaben sind innerhalb 50 % als zuverlässig anzusehen. Die Nachweisemp 
findlichkeit der Methode liegt für die Einzelsubstanz bei 0,05 x 10- 9 g/1. Das ent 
spricht z. B. einer Menge von 5 g p. p'-DDT in 100 Millionen Tonnen Seewasser. 
Bisher wurden nach unserem Wissen noch keine Konzentrationswerte für chlo 
rierte Kohlenwasserstoffe in Nordsee und Ostsee publiziert. Lediglich von eini 
gen amerikanischen und japanischen Forschern sind Angaben veröffentlicht, die 
aus dem atlantischen und pazifischen Raum, besonders aus Küstengewässern, 
stammen. Einige dieser Daten liegen in der auch von uns gefundenen Größen 
ordnung. 
Zur Zeit wird das Meerwasser der Deutschen Bucht und der westlichen Ostsee 
auf folgende 20 Substanzen überwacht: 
Lindan, /J-HCH, <S-HCH, Dieldrin, Chlorfenson, Kelthan, Heptachlorepoxid, a-Endo- 
sulfan, Endrin; 
a-Chlordan, y-Chlordan, Oxichlordan, a-HCH, p.p'-DDD; p.p'-DDT; 
PCB, p.p'-DDE, Aldrin, o.p-DDT, Heptachlor. 
1974 und 1975 beteiligte sich die Arbeitsgruppe an je einer Vergleichsana 
lyse, die vom BMFT gefördert und von der Firma Bayer-Leverkusen koordi 
niert wurde. Beide Vergleichsversuche führten zu sehr guten Ergebnissen. Nach 
diesem Resultat war eine Intercalibration erforderlich, die sowohl Probenahme 
technik als auch Analysenmethode umfaßt. Ein Versuch dazu wurde im Oktober 
1975 in der westlichen Ostsee unternommen: Von Bord des VFS „Gauß" wurden 
auf 4 Stationen gleichzeitig mit dem Institut für Meereskunde an der Universität 
Kiel Proben genommen. Das Ergebnis der eingehenden gemeinsamen Auswertung 
dieses Versuches ist für 1976 zu erwarten. 
6. Fachgebiet M 6: Radioaktivität des Meeres 
a) Radiologisches Nordseeprogramm (RANOSP) 
Die 1969 bis 1973 durchgeführten Untersuchungen über den Wassermassen- 
Transport in der Nordsee*) wurden unter der Kurzbezeichnung RANOSP fort 
gesetzt. Auch in diesem Programm werden die Wassermassenbewegungen mit 
Hilfe der von Kernbrennstoff-Wiederaufbereitungsanlagen (Centre de la Hague, 
Windscale und Doureay) in das Meer abgeleiteten radioaktiven Abfalllösungen 
verfolgt. Das darin in wesentlichen Mengen vorhandene Radioisotop Cs 
13 7 ist gut löslich und kann infolge seiner Halbwertszeit von rund 30 Jahren 
über längere Zeiträume nachgewiesen werden. Da es sich außerdem analytisch 
Vgl. 27728. Jahresbericht 1972/73, S. 51 ff.
	        
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