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Full text: Jahresbericht 1974-1975

Meereskunde 
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teils abgeschlossen werden. Für den Aufbau einer dritten Meßstation auf der 
Forschungsplattform „Nordsee" mußte bereits während der Bauphase die spätere 
Installation von Meßfühlern an den Standbeinen vorbereitet werden. 
d) Sonstige Arbeiten 
Zur Vorbereitung der beiden unter dem Namen JONSDAP '76 (Joint North Sea 
Data Acquisition Programme) zusammengefaßten internationalen Forschungs 
programme FLEX '76 und INOUT wurde Ende 1975 begonnen, alle zur Veranke 
rung oder zum Einsatz an Bord vorgesehenen Meß- und Registriergeräte gründ 
lich zu überprüfen. Hierfür wurden z. T. spezielle Prüfeinrichtungen entwickelt. 
5. Fachgebiet M 5: Chemie des Meeres 
a) Chemische Ozeanographie 
Da die Untersuchungen über die Meeresverschmutzung etwa 90 % der Arbeits 
kapazität in Anspruch nahmen, konnte das Fachgebiet nur an wenigen ozeano- 
graphischen Forschungsaufgaben mitwirken. Die Ergebnisse der meereschemii- 
schen Untersuchungen während der internationalen Expedition Overflow '73 
(Sommer 1973) wurden jetzt ausgewertet und für die Veröffentlichung in der 
Reihe „Meereskundliche Beobachtungen und Ergebnisse" des DHI vorbereitet. 
Der Fachgebietsleiter beteiligte sich in einer Arbeitsgruppe der Senatskommission 
für Ozeanographie (DFG) an der Ausarbeitung einer Denkschrift über zukünf 
tige Forschungsaufgaben in der Meereschemie und Meeresbiologie. 
b) Arbeiten über das Einbringen (Dumping)*) von Abfallstoffen ins Meer 
In den Berichtsjahren wirkte das DHI weiterhin an internationalen Ab 
kommen zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung mit. 
Wiederum mußten Gutachten zum beantragten Einbringen von industriellen 
Abfällen in das Meer ausgearbeitet werden, u. a. über die Versenkung von Druck 
stahlflaschen mit fluorierten Schwefelverbindungen, perfluorierten Kohlen 
wasserstoffen und öl sowie Fässer mit Propyltrichlorsilan, Siliciumtetrachlorid, 
Silicochloroform und Allylchlorid. Bei der Produktion unid Verarbeitung von Erd 
öl und der Verflüssigung von Erdgas auf „Offshore"-Plattformen werden erheb 
liche Seewassermengen zur Kühlung benötigt. Um das Zuwachsen der Kühlan 
lagen mit Organismen zu verhindern, soll in erheblichem Umfang Chlor zuge 
fügt werden, das durch Elektrolyse des Seewassers erzeugt werden kann, über 
die hiermit zusammenhängenden meereschemischen Fragen wurde ein Gutachten 
angefertigt. 
r ) Vgl. auch Abschn. 9
	        
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