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Full text: Jahresbericht 1974-1975

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29./30. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1974/75 
d) Optische Meßmethoden 
Wegen ihrer Bedeutung für die Verschmutzungsüberwachung wurden Arbeiten 
auf dem Gebiet der Meeresoptik nach mehrjähriger Unterbrechung wieder auf 
genommen. 
4. Fachgebiet M 4: Meßmethoden und Instrumente 
a) Schleppgerät Delphin 
Die Entwicklung des Delphin II, eines femsteuerbaren Schleppsystems für ozeano- 
graphische Messungen, konnte im wesentlichen abgeschlossen werden. Die Ar 
beiten konzentrierten sich danach auf die Adaption von Meßsonden für den 
Schleppbetrieb. So wurde der Delphin II für Diffusionsversuche mit Fluorometern 
ausgerüstet; ferner wurde begonnen, ein STD-System für den Einsatz im Schlepp 
gerät umzubauen. Die vom Hersteller zur Ermittlung des Salzgehaltes vorge 
sehene Schaltung entsprach nicht den erforderlichen Genauigkeitsansprüchen; 
für den „quick look" müssen jedoch Salzgehaltswerte unabhängig von externen 
Rechnern im „on-line"-Betrieb zur Verfügung stehen. Daher wurde ein spezieller 
Analogrechner entwickelt, für den eine Genauigkeit für S von besser als 0,l%o er 
wartet wird. Der Delphin II wurde auf mehreren Forschungsfahrten mit Erfolg 
eingesetzt. 
b) Digitaler Salzgehaltsrechner 
Auch die Entwicklung eines festverdrahteten digitalen Salzgehaltsrechners wur 
de abgeschlossen. Bis herab zu einer Meßzyklusfolge von 600 ms läßt sich damit 
der Salzgehalt mit einer Genauigkeit besser als 0,0 l%o im „on-line"-Betrieb er 
mitteln. Das Gerät hat geringe Abmessungen (19"-Norm, 18 cm Höhe), ist weit 
gehend unempfindlich gegen mechanische Beanspruchung und kommt praktisch 
ohne Bedienungselemente aus. Der Rechner übernimmt auch die Ansteuerung 
von Zeilendrucker und Doppelfunktionsschreiber und liefert so die für den „quick 
look" erforderlichen Informationen. Zusammen mit der Bathysonde der Kieler 
Howaldtswerke hat sich der Rechner auf mehreren Forschungseinsätzen auf See 
bereits bewährt. 
c) Automatische Meßstationen 
Nach mehrjährigem Testbetrieb wurde die automatische ozeanographische Meß 
station auf dem Leuchtturm Kiel völlig erneuert. Das manuelle Datenabrufver 
fahren über normale Telefonverbindungen wurde abgelöst durch eine automa 
tische Steuerung, die zur Zeit auf stündliche Abfrage programmiert ist. Für die 
„on-line"-Übertragung der Daten zum DHI-Gebäude nach Hamburg wurden von 
der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung (WSV) ständig durchgeschaltete Träger 
frequenzkanäle zur Verfügung gestellt; dadurch ist praktisch eine hundertprozen 
tige Übertragungssicherheit gewährleistet. 
Die Vorbereitungsarbeiten für eine weitere automatische Station mit „on-line"- 
Datenfernübertragung auf dem Feuerschiff „Fehmarnbelt" konnten größten-
	        
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