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Full text: Jahresbericht 1972-1973

Geophysik und Astronomie 
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Die Arbeiten hierfür belasten vor allem die Wissenschaftler des Fachgebietes 
„Chemie des Meeres" und -— in nicht so starkem Maße —der Fachgebiete „Geo 
logie, Morphologie und Physik des Meeresbodens" und „Radioaktivität des Mee 
res" zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben. 
Im November 1972 wurde bekannt, daß Dänemark Abfallösungen aus einem 
pharmazeutischen Werk in Jütland bei Helgoland ins Meer einbringen wolle. Bei 
der Ausarbeitung und Darlegung der deutschen Argumente, die dann zu einer 
Änderung des Vorhabens führten, wirkte die Abteilung maßgeblich mit. 
Der Abteilungsleiter und Angehörige der Fachgruppe für Physikalische Meeres 
kunde arbeiteten an dem IOC-Projekt IGOSS (Integrated Global Qcean Station 
System) sowie an der „Aktion 43" (Ozeanographisch-meteorologisches Meßnetz 
in europäischen Gewässern) der COST-Länder *) mit. 
Zugenommen hat auch die internationale Zusammenarbeit bei der Forschung auf 
See. Expeditionen, wie die des CINECA-Programms oder OVERFLOW '73, be 
dürfen der genauen Absprache mit den Partnern der beteiligten Staaten. 
Die Abteilung wirkte auch lebhaft mit an Programmen des Internationalen Rates 
für die Erforschung des Meeres (ICES) und nahm an einer vom Bundesminister 
für Forschung und Technologie (BMFT) ins Leben gerufenen belgisch-britisch- 
deutsch-niederländischen Zusammenarbeit in der Nordsee teil: JONSIS (Joint 
North Sea Information Systems). 
Der Abteilungsleiter war nach Berufung durch den BMFT als deutscher Koordina 
tor für die deutsch-kanadische Zusammenarbeit auf dem Gebiete der physikali 
schen und chemischen Ozeanographie tätig. 
Die Aufgaben der Abt. Meereskunde erforderten die Zusammenarbeit mit anderen 
Dienststellen und Hochschulinstituten. Sie gestaltete sich besonders eng mit dem 
Institut für Meereskunde an der Universität Kiel und mit der Abteilung für Theo 
retische Geophysik der Universität Hamburg. Mehrere Forschungsprogramme 
wurden wirkungsvoll von verschiedenen Stellen der Wasser- und Schiffahrtsver- 
waltung, der Bundeswehr sowie vom Seewetteramt unterstützt. 
12 Wissenschaftler der Abteilung Meereskunde gehören dem von der Deutschen 
Forschungsgemeinschaft eingerichteten Sonderforschungsbereich 94 „Meeresfor 
schung Hamburg" (SFB94) an; die meisten von ihnen arbeiten intensiv an Teil 
projekten des SFB mit. 
V. GEOPHYSIK UND ASTRONOMIE 
1. Fachgebiet G 1: Gezeiten 
a) Laufende Arbeiten und Veröffentlichungen 
Die „Gezeitentafeln für das Jahr 1973", Band I (Europäische Gewässer), Band II 
(Atlantischer und Indischer Ozean, Westküste Südamerikas), erschienen im Ok 
tober bzw. September 1972 im gleichen Umfang wie der vorige Jahrgang. Die 
*) Coopération Européenne dans le Domaine de la Recherche Scientifique et Technique 
der EG.
	        
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