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Full text: Jahresbericht 1972-1973

Meereskunde 
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Die Arbeiten zur Fertigstellung der technischen Anlage im „warmen" Labortrakt 
des Labomeubaues Sülldorf sind von den Lieferfirmen immer noch nicht beendet 
worden, daher mußte ein Teil der wissenschaftlichen Arbeiten zurückgestellt 
werden. 
5. Fachgebiet M7: Geologie, Morphologie und Physik des Meeresbodens 
a) Kartierung des Seegrundes 
Die seit vielen Jahren laufende Kartierung der Bodenbedeckung der Deutschen 
Bucht hat zu einem achtteiligen Kartenwerk (Karte des Seegrundes 
1 : 100 000, Herausgeber Militärgeographisches Amt) geführt, das mit dem Er 
scheinen des letzten Blattes — Blatt 5, Borkumriffgrund — seinen vorläufigen 
Abschluß gefunden hat. 
Da die vor über 10 Jahren gewählte Darstellungsart der granulometrischen Ver 
hältnisse weniger Informationen vermittelt, als das Probenmaterial hergibt, wurde 
eine neue Legende entwickelt, die die Karten aussagekräftiger machen kann. Sie 
orientiert sich mehr an den Belangen der angewandten Geologie und bildet die 
Grundlage für eine völlige Überarbeitung des Kartenwerks. Die damit in Zu 
sammenhang stehenden geologischen Arbeiten an der Neuausgabe der Blätter 1 
und 2 wurden im Berichtszeitraum abgeschlossen. 
Neu in Angriff genommen wurde eine detaillierte morphologische Kartierung 
der Deutschen Bucht, und zwar auf der Basis der Arbeitskarten der Seevermes 
sung und z. T. auch der Lotrollen. Es ist beabsichtigt, neben der Erfassung der 
augenblicklichen Situation, der die gegenwärtige Arbeit gilt, auch Karten nach 
älteren Vermessungen herzustellen, um größere morphologische Veränderungen 
abschätzen zu können. 
In ausgewählten Gebieten wurden auf besonderen Profillinien Zusammenhänge 
zwischen Bodenformen und Sedimenttypen untersucht. Ein solches Gebiet umfaßt 
z. B. auch das Seegangsmeßprofil für das JONSWAP-Meßprogrammi hierüber ist 
eine eingehendere Studie in Bearbeitung. 
b) Untersuchungen über Sandbewegungen 
Als Beitrag zum Schwerpunktprogramm „Sandbewegung im deut 
schen Küstenraum ", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ge 
fördert wird, wurde im Sommer 1973 vor Rantum/Sylt auf dem der Küste vorge 
lagerten Sandriff ein Meßpfahl eingespült (s. Abb. 11), dessen Arbeitsdeck den 
Einsatz von 2 Beobachtern zuließ. 
Die Herrichtung des Pfahles und die technische Ausstattung übernahm die Ver 
suchswerkstatt des DHI, die Einspülung erfolgte durch Amtshilfe seitens des 
Marschenbauamtes Husum, Pegelaußenstelle Büsum, mit Hilfe der „Tertius"; der 
Einsatz des Beobachtungspersonals wurde gewährleistet durch Hubschrauber der 
Seenotrettungsstaffel Westerland der Marinefliegerdivision Kiel-Holtenau,
	        
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