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Full text: Jahresbericht 1972-1973

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27./28, Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1972/73 
Abb. 9. Ergebnisse der Untersuchungen über den Arsengehalt in der westlichen Ostsee 
d) Entwiddung organischer Analyseverfahren zur Überwachung der Meeres 
verschmutzung 
Die in teilweise extrem niedrigen Konzentrationen vorkommenden Schadstoffe 
wie Pestizide und polychlorierte Biphenyle (Größenordnung 
wenige Gramm in 100 m 3 Seewasser) erfordern von der Probennahme bis zum 
Nachweis eine äußerst sensible und störungsfreie Analytik. 
Bereits die kontaminationsfreie Probennahme ist problematisch, da allein von den 
Schiffswänden oft größere Mengen der gesuchten Stoffklasse in die Umgebung 
entlassen werden als im Meer vorhanden sind. Dieses Problem wurde zunächst 
dadurch provisorisch gelöst, daß mittels Edelstahleimern an einer Stahlkette vom 
Bug des langsam fahrenden Schiffes aus Proben genommen wurden. Die konta 
minationsfreie Aufbewahrung der Proben konnte dadurch erreicht werden, daß 
peinlichst gesäuberte Glasflaschen mit Spezial-Verschlüssen verwendet wurden. 
Dann folgt eine ebenfalls kontaminationsfreie Anreicherung etwa um den Faktor 
1 000. Da alle Störsubstanzen bei dieser Anreicherung mit angereichert werden, 
ist es nötig, Chemikalien von extremer Reinheit zu verwenden. Solche Substan 
zen sind nicht im Handel. Weitere Reinigungsschritte der reinsten im Handel er 
hältlichen Chemikalien mittels geeigneter Prozeduren und Apparate, beispiels 
weise Rektifikation von Lösemitteln über eine Kolonne mit ca. 40 theoretischen 
Böden, wurden erarbeitet.
	        
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