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Full text: Jahresbericht 1972-1973

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27./28. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1972/73 
Vorhabens machen allerdings eine internationale Zusammenarbeit notwendig. 
Daher wurde eine „ JONSIS *) subgroup on wave forecasting" gegründet, der 
Experten aus Belgien, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Deutsch 
land angehören. Auch hier spielt auf deutscher Seite die Zusammenarbeit des 
Fachgebiets M 8 mit dem SFB 94 eine wesentliche Rolle, 
d) Seegangsmeßnetz Nord- und Ostsee 
Es sind Vorbereitungen im Gange, das alte Netz von Meßpfählen des DHI in 
küstennahen Gewässern sowohl hinsichtlich der Meßinstrumente als auch der 
telemetrischen Datenübertragung und der automatischen Datenverarbeitung neu 
zu organisieren und effektiv zu machen. Es ist beabsichtigt, ganz wesentlich auf 
die Erfahrungen der „Wave climate study group" des kanadischen Ministeriums 
für Umweltfragen zurückzugreifen, nachdem ein erster Erfahrungsaustausch zwi 
schen dieser Gruppe und dem Fachgebiet stattgefunden hat. Damit könnten in 
Zukunft wichtige Dienste für den deutschen Küsten- und Seebau geleistet werden. 
e) Sonstiges 
Im Oktober 1973 unterstützte das Fachgebiet mit Seegangsmessungen akustische 
und seismische Untersuchungen des SFB 94 im Meßfeld westlich Sylt. 
3. Fachgebiet M 5: Chemie des Meeres 
Wegen der starken Zunahme der Aufgaben im Rahmen der Meeresverschmutzung 
war das Fachgebiet „Chemie des Meeres" in den Berichtsjahren zu etwa 80°/o 
mit Arbeiten im Zusammenhang mit der Verunreinigung der Meere beschäftigt. 
Trotzdem war es unter Einsatz aller Kräfte möglich, an einigen ozeanographi- 
schen Forschungsfahrten mitzuwirken. 
a) Chemische Ozeanographie 
Anfang 1972 nahm das Fachgebiet an der Forschungsfahrt „Auftrieb ’72" 
mit WFS „Planet" in das nordwestafrikanische Auftriebsgebiet teil. Im ersten 
Fahrtabschnitt wurden auf einem engmaschigen Stationsnetz dicht vor der Küste 
die Sauerstoff-, Phosphat- und Chlorophyll-Konzentrationen gemessen sowie Tem 
peratur, Phosphat- und Eisen-Konzentrationen kontinuierlich registriert. Während 
des zweiten Fahrtabschnitts wurden auf einem Schnitt quer zum Kontinental 
abhang in verschiedenen Abständen von der Küste Temperatur, Beleuchtungs 
stärke, Kohlendioxid-, Phosphat-, Chlorophyllgehalt und Primärproduktion (in 
situ) bestimmt. Das Ziel dieser Untersuchungen war es, Zusammenhänge zwischen 
Licht- und Nährstoffangebot einerseits sowie Phytoplankton-Konzentration und 
Primärproduktion andererseits zu erkennen. Mit der Auswertung der Meßdaten 
konnte erst Ende des Jahres 1973 begonnen werden. 
*) Joint North Sea Information Systems.
	        
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