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Volltext: Jahresbericht 1972-1973

Meereskunde 
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zwischen erkannt wurden, wird bei Versuchen im kommenden Jahr voraussicht 
lich das letztere eingesetzt werden. 
Ein erheblicher Teil der für dieses System notwendigen Entwicklungsarbeiten be 
zog sich auf Interface -Probleme, d.h. die Erstellung geeigneter elektroni 
scher Verbindungsglieder (Code-Umsetzer, Wandler, Anpassungsteile u. a. m.) 
zwischen den einzelnen Systemkomponenten. 
Erhebliche Probleme waren auch zu lösen bei der Eigenentwicklung eines festpro 
grammierten Salzgehaltsrechners, der es ermöglichen soll, bei der Be 
nutzung der Bathysonde nicht nur wie bisher Temperatur und Leitfähigkeit in 
Abhängigkeit von der Tiefe zu messen, sondern auch sofort aus diesen Werten 
den Salzgehalt zu berechnen und darzustellen. Die hierzu verfügbaren verschie 
denen Formeln wurden einem sorgfältigen Ergebnisvergleich unterzogen und dar 
aus eine für Festprogrammierung möglichst einfache Form entwickelt. 
Interface-Probleme waren auch zu lösen bei der weiteren Verbesserung der auf 
dem Leuchtturm Kiel installierten Meßstation mit Fernübertragung über 
eine Funkstrecke und das Behörden-Telephonnetz zum DHL Zur Zeit können 
2stündiidi die folgenden Meßwerte abgefragt werden: Lufttemperatur in 8 und 
18 m Höhe,- Wassertemperatur in 0.5, 1, 2, 4 und 8 m unter NN; die Leitfähigkeit 
in 8 m Tiefe. Darüberhinaus wurde ca. 70 m westlich des Turms eine Bodenmeß 
stelle in 12,5 m Tiefe eingerichtet, auf der zunächst die Temperatur gemessen und 
1974 ein bereits beschaffter elektromagnetischer Strommesser sowie ein Leit 
fähigkeitssensor montiert werden sollen. 
Auf dem Feuerschiff „Fehmarnbeit“ wurde eine Temperaturmeß 
kette mit Fühlern in 1, 5, 10, 15, 20 und 25 m Tiefe ausgebracht, deren Meßwerte 
zunächst von einem Vielfachschreibgerät registriert werden. Die Umstellung auf 
digitale Aufzeichnung ist vorgesehen. 
Bei den Außenarbeiten an diesen Meßstationen wurde immer wieder die Not 
wendigkeit deutlich, Kontrollen (z. B. des Bewuchses oder der Korrosion) und 
Wartungs- oder Justierungsarbeiten von Tauchern vornehmen zu lassen. Es wur 
de daher die Gelegenheit benutzt, einen für diese Arbeiten zuständigen Mitarbei 
ter des Fachgebietes als „Ingenieurtaucher“ ausbilden zu lassen. Er konnte in 
zwischen auch bei den Installierungen an den Meßpfählen während JONSWAP '73 
(vgl. Abschn. 2) eingesetzt werden. 
Seine Erfahrung bildete bereits bei Planung und Dimensionierung der meßtechni 
schen Unterwassereinrichtungen für die Forschungsplattform eine 
wertvolle Hilfe, die der BMFT etwa 50 sm NW-lich Helgoland errichten läßt. 
Die Planung der seit längerem für das FS „Meteor" geforderten INDAS- 
Anlage (Integriertes Navigations- und Datenerfassungssystem) wurde unter 
maßgeblicher Mitwirkung des Fachgebiets soweit konkretisiert, daß ein Auftrag 
an die Firma Prakla-Seismos (Hannover) vergeben werden konnte. 
e) Verschiedenes 
Wissenschaftliche Arbeiten, die von DHI-AngehÖrigen veröffentlicht wurden, 
stellten wir wieder zu Sonderdrucksammlungen „Ozeanogra 
phie" zusammen. Erstmalig wurde für die Reihe „Meereskundliche
	        
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