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Full text: Jahresbericht 1972-1973

Meereskunde 
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ten" (Karten, Diagrammen, Schnitten), die dann als Faksimile-Sendung vom 
Sender Quickborn des Deutschen Wetterdienstes ausgestrahlt wurden, um den 
im OVERFLOW-Gebiet arbeitenden Schiffen als Arbeitsunterlagen zu dienen. Die 
ses vom IOC und ICES ausdrücklich begrüßte „IGOSS-Pilot Project" 
erbrachte zahlreiche wichtige Erfahrungen und Erkenntisse. Diese werden für zu 
künftige ähnliche Vorhaben großen Wert besitzen, wenn auch der Endzweck (ad 
hoc-Planungsunterlagen für teilnehmende Schiffe) wegen der zu großen Zeltver 
zögerung zwischen Messung und Ausstrahlung des fertigen „Produktes" noch 
nicht erreicht werden konnte. 
Sowohl auf der „OVERFLOW '73"-Expedition als auch während „Auftrieb '72“ 
wurde eine enge Zusammenarbeit mit dem Kieler Institut für Meereskunde prak 
tiziert! erst durch ein „Pooling" von Instrumenten, insbesondere von Strommes 
sern und Verankerungszubehör, wie auch durch den wechselseitigen Austausch 
von Wissenschaftlern, Technikern und Studenten konnten modernen Ansprüchen 
gerecht werdende Programme gestaltet und aus geführt werden. 
Auf einer weiteren „Meteor "-Fahrt (Reise Nr. 27, Mai—August 1972), auf 
der vor allem die Verteilung der radioaktiven Isotope im Nordostatlantik bis zur 
Packeisgrenze untersucht wurde (s. Abschn, 4), waren mehrere Wissenschaftler 
und Techniker der physikalischen Fachgruppe beteiligt, um hydrographische 
Serien-, Bathythermographen- und Bathysondenmessungen auszuführen, die er 
gänzend zu den radiochemischen Befunden Rückschlüsse auf die Ausbreitungsvor 
gänge der verschiedenen Wassermassen ermöglichen. 
Inzwischen sind die Vorbereitungen für eine weitere, für Frühjahr 1974 geplante 
Untersuchung („JOINT I") im CINECA-Gebiet ängelaufen, bei der zwei Wissen 
schaftler des Fachgebietes „Physikalische Zustandsgrößen" mit einer größeren 
Anzahl von DHI-Geräten auf einem U.S.-amerikanischen Forschungsschiff beteiligt 
sein werden. 
b) Regionale Untersuchungen in Nord- und Ostsee 
Angesichts der starken Beteiligung an den oben genannten Forschungsfahrten 
waren spezielle Untersuchungen in der Nord- und Ostsee nur in beschränktem 
Maße möglich. Die Strömungsuntersuchungen zum Schwerpunktpro 
gramm „Sandbewegung im deutschen Küstenraum" konnten mit Unterstützung 
der Deutschen Forschungsgemeinschaft fortgeführt und, zumindest bezüglich des 
theoretischen Modells, zu einem gewissen Abschluß gebracht werden. 
Die Strömungsmessungen auf der DHI-Dauerstation in der Nordsee 
konnten mit einigen Unterbrechungen bis zum Spätherbst 1973 fortgesetzt wer 
den; sie wurde im Frühjahr 1973 auf eine Position ca. 50 sm nordwestlich Helgo 
land verlegt. Dadurch ist der Anmarschweg zum Auswechseln der drei gleichzei 
tig ausliegenden Geräte kürzer geworden; vor allem ist damit auch der Anschluß 
der jetzigen Messungen an die zukünftig von der Plattform auszuführenden ge 
währleistet, die das Bundesministerium für Forschung und Technologie in diesem 
Gebiet errichten läßt. 
Im gleichen Seegebiet wurde eine Untersuchung von Vorgängen an Wasser 
massengrenzen begonnen, Hierbei werden mit Unterstützung durch das
	        
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