Meereskunde
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„Nachrichten für Seefahrer" bekanntgemacht. Zu 87/91 Seekarten wurden 91/97
Deckblätter herausgegeben. Im gleichen Zeitraum wurden in der Seekartenberichtigung
552 003/471 716 Drucke handschriftlich berichtigt.
2. Graphische Technik
Auch im abgelaufenen Berichtszeitraum wurden alle Anstrengungen unternommen,
mit dem zur Verfügung stehenden Personalbestand den Bedarf an Seekarten
zu decken und möglichst viele Veröffentlichungen des Hauses im eigenen graphischen
Betrieb hersteilen zu können.
Nach der überraschenden Kündigung eines Vertrages mit einer graphischen Firma
mußte die Herstellung von 3 Teilen des Verzeichnisses der Leuchtfeuer und Signalstellen
übernommen werden; dies verzögerte die Herausgabe anderer Veröffentlichungen.
Die allmähliche Umstellung des Verzeichnisses auf die Ringbuchform
wirkte diesen Schwierigkeiten jedoch entgegen, so daß trotz vieler Personalausfälle
die geplanten Veröffentlichungen noch erscheinen konnten.
Der Gesamtabsatz der Seekarten ist im Jahre 1972 noch leicht gestiegen (ca.
270 000), während im Jahre 1973 ein Rückgang auf ca. 256 000 zu verzeichnen
war. Der durch Ausflaggung verursachte Wechsel in den Schiffsführungen und
der Übergang auf den Bau von größeren Schiffseinheiten sowie die Erhöhung des
Seekartenpreises dürften dafür eine Erklärung sein. Im Gesamtabsatz scheint der
Anteil der von der Sportschiffahrt bezogenen Karten angestiegen zu sein.
Die aus über 100 graphischen Maschinen und Geräten bestehende Einrichtung
wurde durch einige dringend notwendige Ersatzbeschaffungen modernisiert. Trotzdem
müssen einige nautische Veröffentlichungen weiterhin bei Privatfirmen in
Auftrag gegeben werden, da die geplante Erweiterung der Setzkapazität des
hauseigenen Betriebes wegen gekürzter Haushaltsmittel und langer Lieferfristen
verschoben werden mußte.
IV. MEERESKUNDE
1. Fachgruppe MI: Physikalische Meereskunde
a) „Meteor"-Forschungsfahrten, internationale Expeditionen
In beiden Berichtsjahren waren alle Wissenschaftler der Fachgebiete „Meeresströmungen"
und „Hydrographische Zustandsgrößen" zusammen mit ihren Mitarbeitern
mehrmals an Bord verschiedener Schiffe an größeren Untersuchungen
im Bereich des atlantischen Ozeans beteiligt.
Zwei dieser Expeditionen setzten die Untersuchungen im nordwestafrikanischen
Auftriebwassergebiet fort, die unter der Bezeichnung „CINECA"*) international
koordiniert sind. Die erste, Auftrieb '72, fand von Januar bis März
*) Cooperative Investigations of the Northern Part of the Eastern Central Atlantic.