Exekutivrat der IOC
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Internationale Seekarten wurden vom DHI bereits nach fremden Druckvorlagen
herausgegeben. Durch die Internationalisierung der Seekarten eröffnet sich die
Möglichkeit, mit geringem Aufwand für bisher vom deutschen Seekartenwerk
nicht erfaßte Gebiete Seekarten nachzudrucken.
Die Verkaufspreise für deutsche Seekarten werden ab Januar 1974 angehoben.
Die von anderen hydrographischen Ämtern als Internationale Karten herausge
gebenen deutschen Seekarten dürfen nicht billiger als die Originalkarten ver
kauft werden. Verhandlungen zur Vereinheitlichung der Seekartenpreise wurden
mit anderen hydrographischen Diensten aufgenommen.
in. ERSTE SITZUNG DES EXEKUTIVRATES DER ZWISCHENSTAATLICHEN
OZEANOGRAPHISCHEN KOMMISSION
Die Zwischenstaatliche Ozeanographische Kommission (Intergovernmen
tal Oceanographic Commission, IOC) wurde im November 1960
während der XI. Generalkonferenz der UNESCO gegründet, um durch Förderung
gemeinsamer wissenschaftlicher Untersuchungen die Kenntnisse von der Natur
der Ozeane und ihren Nahrungs-, Rohstoff- und Energievorräten zu erweitern.
Aufgabe der IOC ist es, die aktuellen Probleme der Meereskunde, die
nur durch multinationale Anstrengungen zu lösen sind, aufzuzeigen, Wege zu
ihrer Lösung zu finden und — bei entsprechender Bereitschaft der Mitglieds
staaten zur aktiven Mitarbeit — die dazu notwendigen Arbeiten zu koordinie
ren. Dabei arbeitet sie mit anderen internationalen Organisationen, insbesondere
mit denen im System der Vereinten Nationen eng zusammen.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit organisierte die IOC die Internationale Indische-Oze-
an-Expedition, an der von 1960 bis 1965 etwa 40 Forschungsschiffe aus 20 Natio
nen teilnahmen-, das damals neuerbaute Forschungsschiff „Meteor" unternahm
1964/65 seine erste Forschungsfahrt in dieses Gebiet. Ebenso beteiligt sich die
Bundesrepublik an den gemeinsamen Untersuchungen im Mittelmeer (Coopera
tive Investigation of the Mediterranean, CIM) und im Auftriebswassergebiet
vor der nordwestafrikanischen Küste (Cooperative Investigations of the North
ern Part of the Eastern Central Atlantic, CINECA), Auch in ostasiatischen Ge
wässern, im zentralen Atlantischen Ozean und in der Karibischen See hat die
IOC gemeinsame Forschungsprogramme organisiert und betreut.
Zusammen mit der Weltorganisation für Meteorologie wird ein weltweites oze
anisches Meßnetz für ozeanographische und meteorologische Daten (Integrated
Global Ocean Station System, IGOSS) geplant.
Bei allen ihren Tätigkeiten ist die IOC besonders bestrebt, den Bedürfnissen der
Entwicklungsländer gerecht zu werden.
Der IOC gehören zur Zeit 79 Staaten an. Die Mitarbeit der Bundesrepublik
koordiniert im Auftrag des Auswärtigen Amtes die Deutsche IOC-Sektion, deren
Sekretariatsgeschäfte das DHI wahmimmt. Die Organe der IOC sind die
alle zwei Jahre in Paris tagende Vollversammlung, der etwa alle neun Monate zu
sammentretende Exekutivrat, das ständige Sekretariat in Paris und die von Fall
zu Fall eingesetzten Arbeitsgruppen und Ausschüsse.