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25./26. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71
Zusammen mit der Firma Radium, Wipperfürth, wurde die Entwicklung neuer Glühlampen
des Typs 10 W und 25 W mit 6 V, 12 V und 24 V für Positionslaternen auf
Fahrzeugen unter 19,8 m Länge abgeschlossen. Die Entwicklung neuer Glühlampen
75 W mit 24 V, 110 V und 220 V für Positionslaternen auf Fahrzeugen von 19,8 m
Länge und darüber steht kurz vor ihrem Abschluß. Alle neun Lampentypen sind in
den Entwurf des Normblattes DIN 49 841 aufgenommen worden.
Zur Revision der Seestraßen-Ordnung, die von der IMCO eingeleitet worden ist,
wurde zu den Abschnitten über Navigationslichter in technischer Hinsicht Steilung
genommen; es wurden Vorschläge unterbreitet, die die licht- und farbtechnischen
Anforderungen betreffen. Während der 10. Sitzung des Unterausschusses „Safety
of Navigation“ der IMCO wurden die lichttechnischen Bauteile für eine neue Positionslaterne
vorgeführt, deren Verwendung für das Licht-Schall-Signal nach Regel
28 (c) vorgeschlagen wurde. Entsprechende Signallaternen sind auf dem Saugbagger
„Johannes Gährs“ und dem Tonnenleger „Walter Körte“ der WSD Hamburg
zur Erprobung eingesetzt worden.
1970 konnten bei zwei Herstellern von Positionslaternen die Prüfstellen für die
Einzelprüfung abgenommen werden, in denen dann der Prüfbetrieb durch Beauftragte
des DHI aufgenommen wurde.
An den niederländischen Behörden Filiaalinrichting van het Koninklijk Nederiands
Meteorologisch instituut, Rotterdam, und Amsterdams Nautisch en Weerkundig
Instituut sind im Jahre 1970 die für die Prüfung von Positionslaternen auf deutschen
Schiffen zusätzlich erforderlichen Meßbänke eingerichtet worden.
Mit den niederländischen Behörden wurden Informationen ausgetauscht hinsichtlich
der Revision der Seestraßen-Ordnung sowie der Verkündung der Seeschifffahrtstraßen-Ordnung
und der Zulassungs- und Prüfungsbedingungen für Positionslaternen.
Musterprüfungen von Rettungslichtern nach den „Richtlinien über Notsignale,
Nachtlichter und Leinenwurfgeräte“ wurden in Amtshilfe für die Seeberufsgenossenschaft
fortgesetzt. Ebenso wurden die Baumuster anderer Signallichter geprüft.
d) Echolote und Navigationsschallgeräte
Der Entwurf der Leistungsnormen für Navigations-Echolotanlagen, der bereits im
Jahre 1969 der IMCO zugestellt worden war, wurde den deutschen Echolotfirmen
bzw. den deutschen Vertretern ausländischer Echolotfirmen zur Kenntnis gebracht.
Mit Vertretern deutscher Firmen wurden mehrere Besprechungen über diese Leistungsnormen
geführt, so auch Ende 1971 über die inzwischen von der IMCO verabschiedeten
Empfehlungen. Für Prüfungen auf Leistungsnormen der Navigations-Echolotanlagen
wurden im Berichtszeitraum verschiedene elektronische Geräte
angeschafft.
Auf FS „Meteor“ wurde auf dem achteren Arbeitsdeck eine digitale Tiefenanzeige
installiert. Sie erleichtert die Kontrolle der Wassertiefe bei den Stationsarbeiten.
Alle Tochterschreiber des Schelfrandlotes wurden mit neuen Einheiten für die
Anlaufverzögerung versehen, um die Betriebssicherheit zu erhöhen. Im Lotgeräteraum
wurde ein neuer Luftentfeuchter installiert. Zur Vereinfachung der Wartungsarbeiten
am Scheifrandlot-Schwinger wurde eine elektrisch betriebene Pumpe eingebaut.
Das undichte akustische Fenster wurde während der Werftiiegezeit durch
ein neues ersetzt. Durch Ändern der elektrischen Anpassung des Schelfrandlot-Schwingers
konnte das Nutz-Stör-Verhältnis wesentlich verbessert werden; damit