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Full text: Jahresbericht 1970-1971

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25726. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71 
d) Verschiedenes 
Die Stromversorgung wichtiger Zeitdienstgeräte wird neuerdings durch eine im 
Fachgebiet konzipierte Batterieüberwachung sichergestellt. Sie schaltet beim Ab 
sinken der Betriebsspannung automatisch auf die Reservebatterie um und signa 
lisiert diesen Vorgang. 
Die Mitarbeiter des Fachgebietes beteiligten sich an den nächtlichen PZT-Beobach- 
tungen und zu den Wochenenden am Zeit- und Zeitmesserprüfdienst. 
10. Meereis 
a) Eisnachrichtendienst 
Der Winter 1969/70 war im gesamten Nord- und Ostseeraum sehr eisreich. Seit 
1896/97 wiesen an der deutschen Nordseeküste nur sieben, an der Küste der west 
lichen Ostsee nur fünf Winter mehr Eis auf. 
Die Vereisung dauerte auch sehr lange an. Sie begann am 6. Dezember 1969 und 
endete an der Küste der Deutschen Bucht am 20. März, an der westlichen Ostsee 
küste erst am 30. März 1970. In der Deutschen Bucht trat der Höchststand Mitte 
Januar ein. Das Eis erstreckte sich bis in die offene See hinaus. In den meisten 
Fahrwassern wurde die Küstenschiffahrt sehr stark behindert. Die Großschiffahrt 
verlief normal. In der westlichen Ostsee war die Vereisung am 1.9. Februar am wei 
testen fortgeschritten (s. Abb. 18). Damals lag der Eisrand bei Bornholm. Im Fe 
bruar war zeitweise sogar die Großschiffahrt behindert. 
Die schwierigen Eisverhältnisse dieses Winters stellten an den Eisnachrichtendienst 
hohe Anforderungen. Die Eisdienststelle war täglich besetzt. Ohne die gute Zusam 
menarbeit mit den Dienststellen der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Kiel wäre es 
nicht möglich gewesen, die Schiffahrt so eingehend, wie es geschah, über die 
Eislage in der westlichen Ostsee und deren Weiterentwicklung zu unterrichten. 
Das Bundesverkehrsministerium, die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Kiel und 
die Großverbände der Schiffahrt wurden sehr frühzeitig über das zu erwartende 
Ausmaß der Vereisung unterrichtet. 
In der Zeit vom 25. November 1969 bis 29. Mai 1970 wurden 122 gedruckte Eis 
berichte und 44 gedruckte Eisübersichtskarten herausgegeben, in einer Auflage 
von 350 Exemplaren. 1050 telefonische und 30 fernschriftliche Eisauskünfte wur 
den erteilt. Zur Weiterverbreitung erhielten: der Norddeutsche Rundfunk 88 Eisbe 
richte, die Küstenfunkstellen Norddeich- und Kiel-Radio 75 Eiswarnmeldungen, 
das Seewetteramt Hamburg 21Eisübersichtskarten des Seegebiets um Neufund 
land. Die Wasser- und Schiffahrtsdirektion Kiel wurde gesondert beraten. 
Im Winter 1970/71 entsprach der Vereisungszustand an den Küsten der Bundes 
republik dem langjährigen Durchschnitt. Das Eis trat in der Zeit vom 23. Dezem 
ber 1970 bis 26. Januar 1971 und vom 3. bis 13. März 1971 auf. Die Vereisung er 
faßte das gesamte Wattenmeer, die Nordseezuflüsse sowie die inneren Buchten der 
westlichen Ostsee und die Trave. In den meisten Fahrwassern war die Küsten 
schiffahrt behindert. 
In der Zeit vom 10. November 1970 bis 1. Juni 1971 wurden 137 gedruckte Eis 
berichte und 44 gedruckte Eisübersichtskarten herausgegeben. 328 telefonische 
und 11 fernschriftliche Eisauskünfte wurden erteilt. Es erhielten zur Weiterver-
	        
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