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25./26. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71
Küstenabschnitt nach Möglichkeit am Anfang des betreffenden Kapitels in einer
Übersicht zusammengefaßt, wie es das DHI auf der Internationalen Hydrographi
schen Konferenz 1972 vorschlagen wird.
Handbuch der Irischen See, Band I und II: für Teil B die Abschnitte über Gezeiten,
Kartennull und Gezeitenströme (mit zwei Gezeitenkarten sowie einer Gezeiten
stromtabelle mit Weiserkarte); für Teil C Angaben über Gezeiten, Wasserstände,
Gezeitenströme und Strömungen unter den Küsten.
An Seeämter, Gerichte und Private wurden etwa 50, zum Teil umfangreiche, Gut
achten erteilt.
Beide Wissenschaftler des Fachgebiets nahmen am laufenden Wasserstandsvor
hersage- und Sturmflutwarndienst teil.
3. Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst
Wie bisher wurde der Wasserstandsvorhersage- und Sturmflutwarndienst unter
wetterkundlicher Beratung durch das Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes
sowie unter Beteiligung mehrerer Wissenschaftler der Fachgebiete G1 und G2
und der Abteilung Meereskunde wahrgenommen. Seit dem 1.1.1971 übermittelte
der britische Storm Surge Warning Service, Brackneil, durch Fernschreiben fort
laufend die eingetretenen Hoch- und Niedrigwasserstände von Aberdeen und
Immingham sowie stündliche Wasserstände von Lowestoft. Freie Wellen, die vom
Atlantischen Ozean her in die Nordsee eindringen, können so etwa 15 Stunden,
bevor sie die Deutsche Bucht erreichen, erkannt werden (Abb. 15).
40cm
30
CUXHAVEN
Reststau • Stau nach Abzug der örtlichen
meteorologischen Effekte /■'"X
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Abb. 15. Einfluß freier Wellen des Atlantischen Ozeans auf die Wasserstände an der eng
lischen Ostküste und in der Deutschen Bucht, dargestellt an Hand des Staus bei Aberdeen
und Immingham sowie des Reststaus bei Cuxhaven