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Full text: Jahresbericht 1970-1971

Meereskunde 
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das Elbe-Ästuar gewinnen sie insofern an Bedeutung, als die Tontrübe des Fluß 
wassers extraktionsfähige Wirkung besitzen könnte. 
Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurden hier im Jahre 
1970 auf 6 Profilen ca. 300 Wasserproben auf ihren Gehalt an Schwebstoffen unter 
sucht. Dabei wurden der Suspensionsgehalt in mg/l und der Anteil der organischen 
Substanzen in Prozenten des Gesamtsedimentes bestimmt. Es ist beabsichtigt, die 
Werte in Beziehung zu den Strömungsdaten zu setzen, die zusammen mit der 
Wasserprobenentnahme gewonnen wurden. 
Die Zusammensetzung der anorganischen Bestandteile wurde mikroskopisch 
untersucht, wobei der Anteil der Tonminerale optisch zu 20 bis 30 Vol% bestimmt 
wurde. Röntgenographische Diffraktometeraufnahmen ergaben, daß es sich bei den 
Tonen um Montmorillonit, lllit, Kaolinit und Chlorit handelte. 
Im Jahr 1971 wurden zahlreiche Schwebstoffproben aus der Elbe mineralogisch 
und chemisch untersucht, um Art und Umfang der Sorption gelöster Substanzen an 
suspendierte Partikel zu klären. Längs der Strecke Hamburg—Cuxhaven läßt sich 
eine deutliche Verschiebung der Tonmineralzusammensetzung des suspendierten 
Materials feststellen. Die Schwermetallgehalte der suspendierten Feststoffe (bisher 
wurden untersucht: Kobalt, Nickel, Mangan und Kupfer) zeigen Schwankungen, 
die sich mit der Tonmineralzusammensetzung korrelieren lassen: Montmorillonit- 
reichere Schwebstoffe weisen höhere Schwermetallgehalte auf. 
Hinsichtlich des Verbleibs spezieller Verschmutzungskomponenten wurde begon 
nen, das Verhalten von Eisenverbindungen zu untersuchen. 
Abb. 14. Eisenanteil im Sediment in der Deutschen Bucht, siehe auch Abb. 10
	        
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