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Full text : Jahresbericht 1970-1971

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25./26.  Jahresbericht  des  Deutschen  Hydrographischen  Instituts  1970/71

Zahlreiche  neue  Seezeichenänderungen  auf  den  Revieren  der  Elbe  und  Weser  und
die  Auswirkungen  der  neuen  Seeschiffahrtstraßen-Ordnung  verursachten  umfangreiche ­
  Änderungen  in  zahlreichen  großmaßstäbigen  Karten.
Die  um  40  %  vermehrten  eigenen  Vermessungsergebnisse  konnten  nicht  mehr  mit
der  bisher  üblichen  Gründlichkeit  in  die  betreffenden  Seekarten  eingearbeitet  werden. ­
  Trotz  zahlreicher  Überstunden  konnten  nur  besonders  wichtig  erscheinende
Veränderungen  berücksichtigt  werden.
Die  Erneuerungs-  und  Berichtigungsarbeiten  an  den  Seekarten  der  Westküste
Englands  und  der  französischen  Kanal-  und  Atlantikküste  wurden  fortgesetzt.
Mit  Abschluß  der  Arbeiten  an  der  Karte  Nr.  455  „Montank  Point  bis  New  York“  lag
nach  mehreren  Jahren  die  aus  sechs  Segelkarten  (1  :200  000)  bestehende  Serie
von  der  Ostküste  der  USA  überarbeitet  vor.  Die  Bearbeitung  der  Übersichtskarten
1  :600  000  wurde  fortgesetzt;  für  den  Bereich  südlich  von  Cape  Hatteras  sind  Maßstäbe ­
  1  :400  000  vorgesehen.  Die  laufende  Richtighaltung  macht  jedoch  durch  die
zahlreichen  aus  den  USA  zugehenden  Kartenunterlagen  beträchtliche  Schwierigkeiten. ­

Auch  von  den  mittel-  und  südamerikanischen  Staaten  ging  zahlreiches  Material  ein,
das  nur  zum  Teil  verarbeitet  werden  konnte.
In  diesem  Zusammenhang  ist  es  interessant,  daß  Seekartenwerke,  die  bisher  wenig
in  Erscheinung  traten,  wie  die  der  Türkei,  Indiens  und  der  Südafrikanischen  Union,
in  den  letzten  Jahren  ausgezeichnete  neue  Seekarten  herausbrachten,  deren  Übernahme ­
  in  die  deutschen  Seekarten  eine  nicht  unerhebliche  Arbeit  bedeutet.
Von  den  Karten  des  Indischen  und  Pazifischen  Ozeans  konnten  aus  personellen
Gründen  nur  einige  besonders  wichtig  erscheinende  Blätter  überarbeitet  werden.
In  Arbeit  war  die  Kartierung  mehrerer  Häfen  an  der  mittelamerikanischen  Westküste, ­
  die  von  deutschen  Schiffen  angelaufen  werden.  Die  Karte  Nr.  1  „Zeichen
und  Abkürzungen  in  den  deutschen  Seekarten“  mußte  neu  erstellt  werden,  nachdem ­
  zahlreiche  Änderungen  vom  Internationalen  Hydrographischen  Büro  in  Monaco ­
  (IHB)  empfohlen  wurden.
Die  Schaffung  einer  internationalen  Seekarte  mittleren  Maßstabes  wurde  von  den
Mitgliedern  der  North  Sea  Hydrographie  Commission  durch  den  Beschluß  verwirklicht, ­
  die  Nordsee  auf  drei  Blättern  (Nordblatt,  Mittelblatt,  Südblatt)  im  Maßstab
1  :750  000  und  einem  Blatt  1  :1  500  000  darzustellen.  Diese  vier  Karten  sollen  die
bisher  in  ähnlichen  Maßstäben  vorhandenen  28  Seekarten  der  verschiedenen
hydrographischen  Dienste  ersetzen.  Die  Bearbeitung  haben  die  hydrographischen
Dienste  von  Norwegen,  Dänemark  und  Großbritannien  übernommen.
In  den  Jahren  1970/71  erschienen  insgesamt  6/11  „Neue  Karten“  und  74/130  „Neue
Ausgaben“,  die  im  einzelnen  im  Abschnitt  D  „Amtliche  Veröffentlichungen“  aufgeführt ­
  sind.  Von  941/952  „Berichtigten  Nachdrucken“  wurden  142/171  wegen  umfangreicher ­
  Berichtigungen,  eingearbeiteten  Deckblättern  etc.  in  den  „Nachrichten
für  Seefahrer“  bekanntgemacht.  Zu  67/85  Seekarten  wurden  78/93  Deckblätter  herausgegeben. ­

Der  Vollständigkeit  halber  sei  darauf  hingewiesen,  daß  durch  die  N.  f.  S.  der  Jahre
1970  und  1971  je  rund  12  000  Einzelberichtigungen  bei  den  Seekarten  notwendig
wurden.  Diese  Korrekturen  müssen  zunächst  in  die  Fortführungsbögen  übernommen ­
  werden,  nach  denen  die  Berichtigung  der  Originale  bzw.  der  Druckplatten  und
die  Berichtigung  der  Kreuzkarten  erfolgt.  Außerdem  müssen  die  schon  gedruckten
Auflagen  handschriftlich  korrigiert  werden.
            
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