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Full text: Jahresbericht 1970-1971

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25726. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71 
Die freiwillige Mitarbeit zur See wurde mit gleichem Erfolg wie in den Vorjahren 
gefördert, s. Abb. 2. Zur Auswertung für die nautischen Veröffentlichungen wurden 
Aufsätze aus dem deutschen und fremdländischen Fachschrifttum sowie die Proto 
kolle der Seeamtsentscheidungen gesammelt und gesichtet. 
4. Nachrichten für Seefahrer 
Im Amtsblatt „Nachrichten für Seefahrer“ (N. f. S.), das 1971/1972 in einer Auflage 
von 4250 bzw. 4450 Exemplaren erschien, wurden in den Berichtsjahren jeweils 
mehr als 5100 Artikel veröffentlicht, die aus rund 42 000 deutschen und ausländi 
schen Bekanntmachungen und Schiffsberichten erarbeitet wurden. Unter „Mittei 
lungen“ erschienen 84 Artikel nautischen Inhalts, die nicht der Berichtigung der 
Seekarten und Seebücher dienten, aber für die Schiffsleitungen interessant sind. 
Den wöchentlichen Ausgaben lagen regelmäßig Deckblätter zur Berichtigung des 
Verzeichnisses der Leuchtfeuer und Signalstellen bei, dazu zweimal monatlich die 
Liste der zeitweiligen Veränderungen zum Leuchtfeuerverzeichnis. Eine Karten 
skizze wurde der Ausgabe 40/1970 der N. f. S. beigelegt, als das Verkehrstren 
nungsgebiet Deutsche Bucht erweitert und das anschließende niederländische Ver 
kehrstrennungsgebiet eröffnet wurde. 
Eine Zusammenstellung der noch gültigen P- und T-Nachrichten (Preliminary- und 
Temporary-) erschien monatlich und die zur Erleichterung der Berichtigung deut 
scher Seekarten dienende „blaue Liste“ vierteljährlich. Zur Berichtigung des Ring 
buches „Minengefährdete Gebiete und abgesuchte Wege“ wurden den N. f. S. in 
den beiden Berichtsjahren insgesamt 146 Seiten beigegeben. 
Die „Navigational Warnings“ des weltweiten britisch-amerikanischen Warnfunks 
wurden zur Erhöhung der Schiffssicherheit im Originaltext in die N. f. S. über 
nommen. Bis zum Jahresende 1971 sind gut 4500 dieser Warnnachrichten veröffent 
licht worden. 
Wie bisher wurden die hydrographischen Dienste von Schweden, Norwegen, Däne 
mark und den Niederlanden über wichtige Änderungen im Bereich der deutschen 
Küstengewässer durch 38 SAN-Meldungen (Selected Advanced Notifications) unter 
richtet. 
Als Neuerung werden wichtige nautische Nachrichten aus den Küstengewässern 
der Bundesrepublik Deutschland mit dem Vermerk „NAVEAM REQUEST“ an den 
überregionalen britischen Warnfunk zur Ausstrahlung weitergeleitet. Die Vergan 
genheit hat gezeigt, daß die in den N. f. S. veröffentlichten nautischen Nachrichten 
die Schiffsleitungen nicht schnell genug erreichen. Daher werden seit Oktober 1970 
probeweise wichtige Artikel aus den N. f. S. in verkürzter Form als „Eilnachrichten“ 
per Fernschreiber weitergegeben. 
Die hiermit gemachten Erfahrungen sollen mit dazu dienen, Wege einer schnelleren 
Benachrichtigung der Schiffahrt zu finden. Um die Gefahr schwerer Schiffsunfälle 
zu verringern, sind neuerdings das DHI und die mit der Wahrnehmung des See 
warndienstes beauftragte Radarzentrale Cuxhaven in die unmittelbare Benachrich 
tigung durch den britischen hydrographischen Dienst einbezogen; dringende nau 
tische Nachrichten werden von dort direkt über Fernschreiber nach Hamburg und 
Cuxhaven übermittelt.
	        
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