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Full text: Jahresbericht 1970-1971

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25./26. Jahresbericht des Deutschen Hydrographischen Instituts 1970/71 
Im Interesse einer größeren Leistungsfähigkeit wurde ein Ausbildungsplan für nau 
tische Sachbearbeiter aufgestellt, der eine ein- bis zweijährige Ausbildungszeit für 
die verschiedenen Arbeitsbereiche bei den nautischen Veröffentlichungen vorsieht. 
Dadurch soll erreicht werden, daß in Zukunft bei der Besetzung von Planstellen 
bereits gründlich ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen. 
Der Schwerpunkt der Aufgaben der Arbeitsgruppe Nautische Veröffentlichungen 
liegt nach wie vor bei der Bereitstellung gedruckter Informationen für die Schiffahrt. 
Daneben werden neue Möglichkeiten für die Übermittlung nautischer Informationen 
sorgfältig geprüft und zum Teil schon genutzt. So werden seit Oktober 1970 wich 
tige nautische Nachrichten per Fernschreiber an die Großreedereien Hapag-Lloyd 
AG und Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrtsgesellschaft gegeben und 
von diesen an ihre Schiffe weitergeleitet. Gleichzeitig wird versucht, den Nautischen 
Warnfunk, der bisher nur auf lokaler oder nationaler Ebene organisiert ist, in inter 
nationaler Zusammenarbeit durch Einrichtung überregionaler Warnbereiche in 
einem weltweiten Rahmen wirkungsvoller zu gestalten. Ein entsprechender Vor 
schlag des DHI wurde im Mai 1970 in Oslo auf der 6. Konferenz der North Sea 
Hydrographie Commission angenommen und von der Kommission an das Inter 
nationale Hydrographische Bureau (IHB) und die Zwischenstaatliche Beratende 
Seeschiffahrts-Organisation (IMCO) weitergeleitet. 
Neben diesen Bemühungen, für den Nachrichtenfluß an die Schiffahrt die schnell 
sten und sichersten Wege unter Benutzung moderner Nachrichtentechniken zu 
finden, stehen Überlegungen, ob auch die Sicherung, Ordnung und Auswertung des 
ständig wachsenden Stroms der eingehenden Informationen durch die Anwendung 
moderner Techniken verbessert oder rationalisiert werden können. Nicht nur die 
amtlichen Veröffentlichungen der Hydrographischen Dienste anderer Staaten wer 
den ausgewertet, sondern auch eine große Zahl deutscher und ausländischer Fach 
zeitschriften. 
Außerdem gingen wieder zahlreiche Berichte von freiwilligen Mitarbeitern zur See 
ein; darunter waren viele Berichterstatter, die erstmalig ihre nautisch wichtigen 
Beobachtungen einsandten. Durch mündliche und schriftliche Kontakte mit Kapi 
tänen, Schiffs- und Funkoffizieren wurde diese Berichtsarbeit intensiv gefördert. 
Für langjährige freiwillige Mitarbeit wurden Kapitäne, Schiffs- und Funkoffiziere 
durch Buchprämien ausgezeichnet. 
Der Herr Bundesminister für Verkehr verlieh die Seewart-Medaille in Silber dem 
Präsidenten a. D. Herrn Dr.-Ing. Gerhard Zwiebler; die Seewart-Medaille in Bronze 
erhielten die Herren Kapitäne Hans-Henning Funcke und Alf von Schmidt. 
Im üblichen Rahmen wurde den Studierenden der nautischen Fachhochschulen, die 
mit ihren Dozenten das DHI besuchten, und auch anderen Besuchern Einblick in die 
redaktionellen und technischen Arbeiten an den nautischen Veröffentlichungen ver 
mittelt. Zahlreiche Auskünfte über Schiffswege, Fahrwasser und Häfen wurden 
gegeben und Stellungnahmen zu Fragen der Schiffssicherheit gefertigt. 
2. Seehandbücher 
Als Neuauflagen erschienen in den beiden Berichtsjahren das Handbuch „Für 
Brücke und Kartenhaus“, das Ostsee-Handbuch, II. Teil, das Handbuch für Skager 
rak und Kattegat, II. Teil, das Handbuch für Skagerrak und Kattegat, III. Teil, das 
Nordsee-Handbuch nördlicher Teil, das Mittelmeer-Handbuch, IV. Teil, das Hand 
buch der Ostküste Nordamerikas, I. Teil und das alljährlich herausgegebene Heft
	        
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